Zukunft Stadtgrün

Letzte Aktualisierung am: 19.07.2019

Die Innenstadt Wiesbadens ist dicht bebaut, hochgradig versiegelt und deshalb sowohl durch hohe Überwärmung wie auch reduzierten Luftaustausch gekennzeichnet. Die hohe Verkehrsdichte bedingt zudem eine Anreicherung von Luftschadstoffen. Es fehlt an grünen Flächen zur Erholung und Begegnung.
Mit dem Förderprogramm „Zukunft Stadtgrün“ soll im Planungsbereich Wiesbaden Innenstadt und -Süd (mit Ausnahme der bestehenden Erneuerungsgebiete „Aktive Kernbereiche Wiesbaden Innenstadt-West“ und „Soziale Stadt Inneres Westend“) ein grünes Netz mit hoher Nutzungs- und Aufenthaltsqualität geschaffen werden, das auch zur Verbesserung des Stadtklimas und Stärkung der Biodiversität beiträgt. Hierzu zählen bspw.:

  • die Aufwertung vorhandener Grünflächen und Plätze wie der zentral gelegene Sedanplatz, der Kulturpark u.a.
  • die Entwicklung kleiner, bereits existierender Grünflächen zu grünen Inseln mit hoher Aufenthaltsqualität
  • die Entwicklung der Salzbachroute und damit der grüne Anschluss der Innenstadt an das Rheinufer
  • die Vernetzung des Innenbereichs mit dem Außenbereich durch grüne Korridore und die Aufwertung des Stadteingangs Mainzer Straße
  • die Zuführung von Brachen und versiegelten Parkplätzen zu einer grünen Nutzung (bspw. Kulturpark …)
  • die Schaffung von Siedlungsgrün im engbebauten urbanen Raum durch die Entwicklung von Bach- und Straßenbegleitgrün oder von öffentlichen Flächen (bspw. Schulgärten) sowie die Begrünung von Fassaden und Dächern, Innenhöfen und Vorgärten auf privaten Flächen
  • die Herstellung naturnaher Flächen in der Stadt (bspw. die Anlage von Blühwiesen)
  • die Neuordnung vorhandener Grünverbindungen wie bspw. die vorhandenen zentralen Alleen, um sie als Fuß-/Radwegverbindungen attraktiver zu gestalten

Mit Beschluss Nr. 0555 vom 29.08.2017 des Magistrates erfolgte die grundsätzliche Zustimmung zu der Teilnahme an dem Förderprogramm.

Die geplanten Maßnahmen werden den städtischen Gremien einzeln zum Beschluss vorgelegt. Als erste Einzelmaßnahme wurde am 8. November 2018 der erste Bauabschnitt "Kulturpark" von den Stadtverordneten genehmigt.

Die Gesamtkosten sind noch offen, da das Programm voraussichtlich über 10 Jahre läuft und jährliche Förderanträge beim Zuwendungsgeber gestellt werden.

In 2017 wurden der Landeshauptstadt Wiesbaden insgesamt 779.000 Euro Zuschüsse bei 1.330.000 Euro beantragten Gesamtausgaben bewilligt. Für 2018 wurden bei 2.263.200 Euro geplanten Ausgaben insgesamt 1.406.000 Euro als Zuschüsse bewilligt.

Bewohnerinnen und Bewohner des betroffenen Planungsbereiches

Grundvoraussetzung des Förderprogramms ist ein städtebauliches Entwicklungskonzept, das die Ziele und geplanten Maßnahmen beschreibt und den Planungsbereich und somit auch Förderbereich festlegt. Dessen Aufstellung erfolgt zur Zeit, Anfang 2019 wird es den städtischen Gremien zur Beschlussfassung vorgelegt.

Folgende Teilprojekte sind bereits fest eingeplant und werden parallel entwickelt: 2019 ist der erste Bauabschnitt des Sedanplatzes unter der Überschrift „Bäche ans Licht“ vorgesehen. Ebenso startet der erste Bauabschnitt des „Kulturparks Schlachthof“ mit dem Bau der legalen Sprayerwand inklusive der Umfeldgestaltung sowie der Anlage von Vegetationsstreifen entlang des Kulturparks. Darüber hinaus wird das Anreizprogramm für private Begrünungsmaßnahmen im Innenstadtbereich anlaufen, ein Förderprogramm für Privatleute bei Begrünungsmaßnahmen im Planungsbereich.

Im September 2018 fand ein erster Workshop im Rahmen der Aufstellung des Entwicklungskonzeptes unter Teilnahme relevanter Vertreter und Stakeholder des Planungsbereiches statt.

Weitere Beteiligungen sind aktuell noch nicht geplant.

Fachlich:
Umweltamt
Evi Steinmetz
0611 31-3754
umweltkoordination@wiesbaden.de

Organisatorisch:
SEG Wiesbaden GmbH
Olaf Rosenow
0611 - 7780860

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