Stadtentwicklungsprojekt Ostfeld/Kalkofen

Letzte Aktualisierung am: 07.10.2020

 

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Willkommen auf der Homepage zum Stadtentwicklungsprojekt Ostfeld. Auf den nachfolgenden Seiten erhalten Sie eine Vielzahl an Projektinformationen sowie einen Einblick in den Planungsprozess und seinen derzeitigen Stand.
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Wiesbaden bekommt einen neuen Stadtteil


Der 17. September 2020 war ein historischer Tag in der Geschichte der Landeshauptstadt. Die Stadtverordneten haben entschieden.

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Ralf Schaab

ID: 210 22.06.2020 16:29

die aktuelle Online Umfrage der Rhein Main Hochschule ist eine wissenschaftliche Kathastrophe. So eine plumpe Abfrage, um ein SEG Projekt in ein positives Licht zu stellen ist schon dreist.
https://ww2.unipark.de/uc/projektostfeld/
Ausgewogenheit oder nur schlicht andere Ansichten sind nicht gerne gesehen. Schade! Allerdings habe ich bei der Hochschule Rhein Main die dringende Überarbeitung der Fragen angemahnt, weil sonst die wissenschaftliche Reputation der Hochschule in Gefahr ist.

Julia Schauermann

Kommentar der Moderation
ID: 213 20.07.2020 13:21

Vielen Dank für Ihren Kommentar, zu dem ich Ihnen folgende Rückmeldung der zuständigen Projektleitung geben kann:

Der Projektleitung ist die aktuelle Umfrage der Hochschule RheinMain unbekannt. Für die Inhalte und Fragen der gegenwärtig zugänglichen Umfrage ist die Hochschule RheinMain selbst verantwortlich. Die Befragung erfolgt auf deren Eigeninitiative. Die Umfrage wurde weder von der Stadt oder der SEG initiiert, noch wird sie von der Stadt/SEG betreut. Bis dato ist bei der Projektleitung auch keine Anfrage oder kein Hinweis von der Hochschule dazu eingegangen.

Ralf Schaab

ID: 209 22.06.2020 16:22

Warum muss im Rahmen einer SEM Land von einfachen Bürgern und Bauern de facto enteignet werden für reiche Industrie, Gewerbe und eine Bundesbehörde??? bitte erläutern!

Und unabhänging von diesen Aspekten werden
1. durch CORONA in Zukunft weniger Baugebiete gebraucht, weil Gewerbegebiete/Büroflächen frei werden!!!! und
2. wenn die Amerikaner sich zurückziehen werden 1000de Wohnungen frei... und auf dem Flugplatz in Wi-Erbenheim kann ein neuer Stadtteil entstehen.

Julia Schauermann

Kommentar der Moderation
ID: 212 20.07.2020 13:21

Vielen Dank für Ihren Kommentar, zu dem ich Ihnen folgende Rückmeldung der zuständigen Projektleitung geben kann:

Vorrangiges Ziel ist es im Rahmen der SEM, mit den Grundstückseigentümern in einem kooperativen Verfahren zu einer einvernehmlichen Lösung zu gelangen. Hierzu gibt es verschiedene Möglichkeiten, die von einem Verkauf zum gutachterlichen bestimmten Anfangswert über den Tausch von Flächen bis hin zu einer eigenständigen Entwicklung entsprechend den Entwicklungszielen für das Ostfeld reichen. Nur wenn die Umsetzung der Gesamtmaßnahme nicht zu realisieren ist, kann von dem Instrument der Enteignung Gebrauch gemacht werden. Es handelt sich dabei um eine gesetzliche Möglichkeit, die an Maßgaben und rechtliche Vorgaben gebunden ist.

Ein erhöhter Bedarf an Wohn- und Arbeitsstätten liegt vor, wenn die Nachfrage das Angebot längerfristig deutlich übersteigt. Die Landeshauptstadt Wiesbaden wird trotz der gegenwärtigen Corona-Phase einen erhöhten Bedarf sowohl an Wohnflächen wie auch Gewerbeflächen aufweisen, sodass verfügbare gewerbliche Flächenpotentiale nicht für die Bedarfsdeckung ausreichen. Um den zukünftigen Gewerbeflächenbedarf zu decken und eine Abwanderung von Unternehmen entgegenzuwirken, ist neben der Bestandssicherung auch die Ausweisung weiterer Flächen notwendig. Bedingt durch die gegenwärtige Situation ist die lokale Wirtschaft dabei durch Sicherung und Schaffung ausreichender Gewerbeflächen zu stärken.

Eine konkrete Ankündigung der Amerikaner, sich aus Wiesbaden zurückzuziehen liegt der Stadtpolitik nicht vor und basiert aktuell auf keinen fundierten Aussagen. Aus diesem Grund werden mögliche spekulative Flächenverfügbarkeiten nicht für die weitere Stadtentwicklung zur Schaffung von benötigtem Wohnraum herangezogen.

Ralf Schaab

ID: 208 22.06.2020 16:19

Warum wurde bislang das Schreiben von Rechtsanwalt Ziegler aus München, das von den Landeigentümern in Auftrag gegeben wurde nicht beantwortet?? Oberbürgermeister Mende und der Magistrat sind seit März 2020 gefordert. Hier haben sich viele Wiesbadener Bürger engagiert. Herr RA Ziegler hat sehr detailiert und juristisch fundiert Argumente vorgebracht, die eine Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme (SEM nach §165) ablehnen. Die Bedingungen sind in Wiesbaden NICHT erfüllt eine SEM durchzuführen und können belegt werden. Das Gutachten von Prof. Wolff aus Berlin wurde als Anhang beigelegt und beweist, das die vom Gutachterausschuß ermittelten Gutachen zu den Anfangswerten des Landes schlecht recherchiert und falsch sind. etc etc....

Ralf Schaab, Hof Erbenheim

Julia Schauermann

Kommentar der Moderation
ID: 211 20.07.2020 13:19

Vielen Dank für Ihren Kommentar, zu dem ich Ihnen folgende Rückmeldung der zuständigen Projektleitung geben kann:

Das Schreiben von Herrn Rechtsanwalt Ziegler wurde zwischenzeitlich von Herrn Stadtrat Kessler beantwortet. Die darin enthaltenen Ausführungen sind in die Beschlussvorlage über die Entwicklungsmaßnahme und die Anlagen zur Entwicklungssatzung eingeflossen, die derzeit politisch beraten werden.

Bernhard Wilkens

ID: 193 23.01.2020 15:58

Aus welchen Gründen wird ein unversiegeltes Gebiet bebaut und die bestehende Stadt nicht verdichtet? Auch innerstädtisch gibt es viele Möglichkeiten, Wohn- und Geschäftsräume zu bauen, ohne, dass dafür (wieder) Natur und Landwirtschaft geopfert werden müssen. Interessant wäre eine Neustrukturierung von Gewerbegebiete, z.B. an der Äppelallee und an der Mainzer Straße. Viele der Flachbauten könnten durch Kombinationsbauten (wohnen / Gewerbe) ersetzt werden. Das mag zwar auf dem ersten Blick teurer erscheinen, hat aber den großen Vorteil, dass diese Gebiete optisch und wirtschaftlich aufgewertet werden und die Stadt trotzdem flächenmäßig kompakt bleibt.

Sollte es beim Ostfeld bleiben:
- Wie ist die Anbindung per Fahrrad an die Innenstadt? Bereits jetzt kommt man mit dem Fahrrad schon kaum vom z.B. Bergkirchenviertel zum Hauptbahnhof (durchgehende Fahrradroute gibt es nicht) und das Ostfeld liegt ja noch weiter südlich. Sind freiliegende Radwege geplant?
- Wie ist der Baumix? Wird wie beim Victoria-Arms-Hotel und bei Nordenstadt (wieder) nur überwiegend für die Reichen gebaut?

Ich sehe das Ostfeld eher kritisch. Lieber erstmal innerhalb der jetzt bestehenden Stadtgrenzen Infrastruktur und Wohnraum verbessern bzw. fit machen für die Zukunft.

Julia Schauermann

Kommentar der Moderation
ID: 195 28.01.2020 08:34

Vielen Dank für Ihren Kommentar, zu dem ich Ihnen folgende Rückmeldung der zuständigen Projektleitung geben kann:

Vielen Dank für Ihre Anfrage und das damit verbundene Interesse an den Untersuchungen zum geplanten Entwicklungsgebiet.

In Wiesbaden können bis zum Jahr 2050 ungefähr 10.400 Wohneinheiten durch Bestands- und Nachverdichtung sowie durch Neuausweisung geschaffen werden. Trotzdem werden bis dahin insgesamt knapp 11.000 bis 21.000 Wohneinheiten fehlen. Dies wurde in verschiedenen Studien nachgewiesen, die Grundlage der vorbereitenden Untersuchungen sind. Um diesen hohen Wohnraumbedarf zu decken, müssen neue Gebiete ausgewiesen werden.

Im Rahmen der vorbereitenden Untersuchungen wurde eine Standortalternativenprüfung durchgeführt, die zeigt, dass sich das Untersuchungsgebiet Ostfeld/Kalkofen am besten dafür eignet. Gründe hierfür sind bspw. die gute Verkehrsanbindung und der hohe Anteil von 80% an Grundstücken, die sich bereits in öffentlicher Hand befinden.

Die Aspekte von Natur, Landschaft und Klima werden dabei keinesfalls ignoriert. 2/3 des knapp 450 ha großen Untersuchungsgebietes bleiben als Grün- und Freifläche sowie für die Biotopvernetzung erhalten. Das neue Stadtquartier wird als nachhaltiger Stadtteil geplant. In diesem Zusammenhang sind bspw. Grünflächen, eine gute Durchlüftung und eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr und der Ausbau von Rad- und Fußwegeverbindungen (bspw. Radschnellwege) von sehr hoher Bedeutung. Dadurch sollen die übrigen Wiesbadener Stadtteile vom Ostfeld aus auch ohne ein eigenes Fahrzeug erreichbar werden.

Die aktuellen Überlegungen zur Erschließung des Untersuchungsgebiets können Sie dem Beiplan Mobilität entnehmen. Im Rahmen der weiteren Planungen werden die Wegeverbindungen konkret festgelegt.
Das Stadtquartier wird für alle Einkommensklassen als ein urbanes Viertel geplant, in dem Wohnen und Arbeiten möglich sind, so dass ein lebendiger Stadtteil entsteht.

Schauen Sie sich doch mal unter Downloads (auf dieser Seite oben) den Bericht zu den vorbereitenden Untersuchungen an. In Kapitel 6.3.2 können Sie unsere Aussagen zum Wohnungsbedarf nachvollziehen. Kapitel 5.3.2 beinhaltet konkrete Aussagen zum geplanten städtebaulichen Gerüst. Hinweise zum Mobilitätskonzept können Sie Kapitel 5.8 entnehmen.

Eveline Muffel

ID: 177 29.09.2019 19:08

Gibt es denn wirklich keine konkrete Alternative, kein anderes Grundstück als das Gelände Ostfeld/ Kalkofen? Warum muss noch mehr Fläche versiegelt werden? Ich wünsche mir auch mehr Wohnungen aber nicht so!

Juliane Rösler

Kommentar der Moderation
ID: 181 28.10.2019 17:59

Vielen Dank für Ihren Kommentar, zu dem ich Ihnen folgende Rückmeldung der zuständigen Projektleitung geben kann:
Vielen Dank für Ihre offene Frage nach Standortalternativen. Im Voruntersuchungsbericht wird im Kap. 6.3.2 "Flächenpotenziale für Siedlungsentwicklung in Wiesbaden, Standortalternativen und Nullvarianten" zusammengefasst, wie Alternativen aktuell bewertet werden. Es bestehen kurz-, mittel- und langfristige Wohnbauflächenpotenziale, Nachverdichtungspotenziale und auch US-Militärflächen, welche als zukünftige Entwicklungsflächen zu betrachten sind. Diese Flächen wurden im Kontext der anzunehmenden Verfügbarkeit auch vor dem Hintergrund unterschiedlicher Wohnraumbedarfsprognosen begutachtet. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass selbst wenn das Ostfeld, die Perspektivfläche West, Nachverdichtung und die Entwicklung weiterer Potenziale erfolgen würde, gerade einmal die Hälfte des Wohnraumbedarfs bis 2050 gedeckt wären. Das bedeutet, mit Nachverdichtung im Bestand ist der Landeshauptstadt Wiesbaden nicht geholfen und auch Flächenversiegelung ob im Ostfeld oder an anderen Stellen im Stadtgebiet kann leider nicht ausgeschlossen werden. Aber gerade im Projekt Ostfeld ist das Thema Flächenverbrauch von Beginn an immer mitgedacht und mitdiskutiert worden. Das geplante Stadtquartier ist als ein dichter, kompakter und urbaner Stadtkörper konzipiert, um den Flächenverbrauch so gering wie möglich zu gestalten.

Andreas Lange

ID: 162 05.07.2019 17:44

Anfang April hiess es auf der Veranstaltung, dass der Bericht und die Gutachten "in Kürze" zur Verfügung stehen. Nun ist seitdem nichts passiert, weder die Mandatsträger, noch die Umweltverbände haben bisher die Unterlagen erhalten. In der Pressemitteilung vom 1.7.2019 heisst es, der Bericht mit den Anlagen würde hier veröffentlicht. Davon ist nichts zu sehen. Wie sollen ehrenamtliche Naturschützer die 853 Seiten durchsehen können, wenn die Unterlagen geheim gehalten werden? Durch solche Verzögerungstaktiken wird die Politikverdrossenheit der Bürger noch befördert, die bisherigen Aussagen waren ja, dass die städtebauliche Entwicklungsmassnahme auf jeden Fall kommt, unabhängig von den Inhalten der Gutachten. Das erweckt den Eindruck, dass wie so oft in Wiesbaden das Ganze ohnehin hinter verschlossenen Türen schon ausgemacht ist. Dann kann die pro-forma-Bürgerbeteiligung auch ganz gespart werden.

Juliane Rösler

Kommentar der Moderation
ID: 164 10.07.2019 13:43

Vielen Dank für Ihren Kommentar, zu dem ich Ihnen folgende Rückmeldung der zuständigen Projektleitung geben kann:
Die Beratungen der politischen Gremien beginnen in Kürze. Sobald der Bericht inklusive Anlagen offiziell vom Oberbürgermeister an die Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung und die Ortsbeiräte übergeben wird, werden unter dein.wiesbaden.de sämtliche Unterlagen zum Abruf bereit gestellt. Auf den genauen Zeitpunkt hat die SEG und die Projektleitung keinen Einfluss.

Jürgen Becker

ID: 146 12.03.2019 15:54

Wann bekommen wir die Stellungnahmen zum Wasser (RP) und der HGON Wiesbaden?

Juliane Rösler

Kommentar der Moderation
ID: 147 19.03.2019 17:00

Vielen Dank für Ihre Anmerkungen, zu denen ich Ihnen folgende Rückmeldung der zuständigen Projektleitung geben kann:

Die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange zu den vorbereitenden Untersuchungen einer städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme im Gebiet Ostfeld werden Gegenstand des abschließenden Untersuchungsberichts sein. Die Anregungen und Bedenken werden derzeit geprüft und bearbeitet. Eine (Vorab-) Veröffentlichung ist nicht vorgesehen.

Adalbert Schnabel

ID: 144 01.02.2019 18:16

Es steht hier ja schon einiges über Flächenverbrauch, Flächenversiegelung etc., ich möchte das nicht weiter wiederholen. Es ist Fakt, so wie wir leben und vor allem mit unserem Lebensraum umgehen, kann und darf es nicht weiter gehen.
Ob man die Wohnungsprobleme von heute, mit einer Bebauung, die erst in ca. 10 Jahren beginnen würde, lösen kann, darf auch bezweifelt werden. Es werden dadurch weitere ca. 100 ha wertvollste Ackerböden vernichtet, die dann als Flächen für die örtliche und die regionale Lebensmittel-Versorgung für immer verloren sind. Und zu diesen bebauten Flächen kommen ja noch weitere zig-Hektar Ackerflächen hinzu, die dann für den notwendigen Ausgleich für den Eingriff in Natur und Landschaft auch wieder der Landwirtschaft verloren gehen. Es ist ja schön, wenn dann z.B. neue Streuobstwiesen, Feldgehölze, Sukzessionsflächen, Biotope etc. entstehen. Nur lassen sich dort eben keine Kartoffeln, keine Möhren, kein Getreide etc. mehr anbauen.
Ironie an: Wir haben dann aber die Möglichkeit, unsere Autobahnen weiter auszubauen, damit die importierten Lebensmittel "möglichst frisch" auch zu den Neubürger*innen ins Ostfeld gelangen. Ironie aus.
Oder kurz: Der IRRSINN geht weiter ...

Wolfram Sauerteig

ID: 143 31.01.2019 22:12

Als Betroffener interessiert mich auch die Planung bezüglich BKA im Ostfeld. Derzeit pendeln sehr viele BKA-Mitarbeiter nach Wiesbaden ein, vor allem mit dem PKW. Das liegt unter anderem daran, dass wie bei vielen größeren Behörden und Gewerbe- bzw. Industriegebieten das Konzept aufgegeben wurde, den Mitarbeitern in der Nähe ihres Arbeitsplatzes preiswerte vom Arbeitgeber und Land bzw. Bund geförderte Wohnungen bevorzugt anzubieten. Die Folge ist, dass die BKA-Mitarbeiter "verstreut" wohnen und pendeln müssen. Nun bestünde bei diesem Neubauprojekt, wenn das BKA oder ähnlich große "Gewerbe" ins Ostfeld umsiedeln würden die Chance, diesen Fehler wieder zu korrigieren und arbeitsplatznahes Wohnen zu fördern. Das Stichwort hierzu ist "Mobilitätsvermeidung" und damit Entlastung des innerstädtischen Verkehrs. Die Arbeitgeber hätten den Vorteil, dass angesichts ständig wachsender Wohnkosten im Rhein-Main-Gebiet abgeschreckte Stellenbewerber einen attraktiven Standortfaktor bekämen. Gibt es diesbezügliche Planungen im Ostfeld-Projekt?

Juliane Rösler

Kommentar der Moderation
ID: 145 18.02.2019 16:13

Vielen Dank für Ihre Anmerkungen, zu denen ich Ihnen folgende Rückmeldung der zuständigen Projektleitung geben kann:

Vielen Dank für Ihren Hinweis. Derzeit befinden wir uns ganz am Anfang des Planungsprozesses, da in den vorbereitenden Untersuchungen geprüft wird, ob die Voraussetzungen für eine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme gegeben sind. Sollte die Stadtverordnetenversammlung auf der Grundlage der Untersuchungsergebnisse eine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme per Satzung beschließen und sowohl die Änderung des Flächennutzungsplanes als auch eines oder mehrerer Bebauungspläne einleiten, werden in der Umsetzung der Planung Maßnahmen zur „Mobilitätsvermeidung“ eingeleitet werden können. Bis dahin wird noch einige Zeit ins Land gehen.
Die von Ihnen genannte Zielsetzung, Arbeitsplatz und Wohnstandort nahe zu einander zu bringen, wurde auch von einigen Experten im Rahmen der Reihe „Impulse für das Ostfeld“ genannt und für den weiteren Planungsprozess notiert.

Andreas Lange

ID: 128 28.09.2018 16:49

Laut Wiesbadener Kurier vom 27.09.2018 kommt das Gebiet "Ostfeld/Kalkofen" "für eine all-in-one-Lösung für einen Neubau des BKA in Frage". Die BIMA (Bundesanstalt ... Immobilien) befindet sich in einer "Prüfungsphase". Mir erscheint das ein Etikettenschwindel. Den Bürgern wurde bisher gesagt, dass im Ostfeld "ein neuer Stadtteil mit Mix von Wohnen und Arbeiten" entstehen soll. Wenn ein zentraler Standort des BKA mit 4.000 Mitarbeitern dort gebaut wird, werden sich die "Visionen", die auf den Planungsworkshops gezeigt wurden, nicht verwirklichen lassen. Es wird dann ein gigantisches Behördenzentrum mit eigener Autobahnausfahrt. Anders als Kleingewerbe muss der BKA-Standort ein eingezäuntes, abgeschottetes Areal werden.
Ich bin der Meinung, dass der ganze Planungsprozess und die Bürgerbeteiligung gestoppt werden muss, sofern der BKA-Neubau eine Option ist. Den Bürgern wurden bisher der schwere Eingriff in die Natur damit verkauft, dass ein innovativer, lebenswerter, nachhaltiger, neuer Stadtteil für bis zu 10.000 Bewohner geschaffen wird. Wenn der BKA-Neubau auf dem Gebiet in Frage kommt, wäre das eine vollkommen andere, neue Ausgangssituation und die Bürger, die sich beteiligt haben, wurden hinters Licht geführt (höfliche Formulierung!).

Juliane Rösler

Kommentar der Moderation
ID: 132 11.10.2018 12:05

Vielen Dank für Ihre Anmerkungen, zu denen ich Ihnen folgende Rückmeldung der zuständigen Projektleitung geben kann:

Im Rahmen der Bürgerwerkstatt zum Ostfeld am 16.06. im Gymnasium am Mosbacher Berg wurden den Bürgern 3 mögliche Planungsszenarien für das Ostfeld vorgestellt. Zwei dieser Szenarien (Szenario I und II) beinhalten im nördlichen Bereich des Untersuchungsgebietes (an der B 455, direkt gegenüber von Erbenheim) eine große gewerbliche Fläche für Dienstleistungen und Büronutzung. In allen Szenarien sind darüber hinaus zusätzliche gewerblich nutzbare Flächen im Bereich der Wohnbauflächen vorgesehen. Nur das Szenario III verzichtet auf eine große, zusammenhängende Gewerbefläche, die nur gewerblich genutzt werden kann.
Welches der drei Planungsszenarien im folgenden Prozess weiterverfolgt werden soll, wird derzeit fachlich geprüft und politisch diskutiert. Eine Festlegung gibt es noch nicht.
Die Projektleitung hat den Wunsch des BKA alle Einrichtungen an einer Stelle zusammenzufassen zur Kenntnis genommen und wird dies in den weiteren Planungsprozess einstellen.