Ostfeld: News

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22.09.2022

Die Vorbereitungen für einen Planungswettbewerb für das Entwicklungsgebiet sind in vollem Gange

 

Mit der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme „Ostfeld“ wird die Intention eines nachhaltigen und zukunftsorientierten Stadtteils mit eigener Identität verfolgt, bei dem erwünscht ist, das Leben in der Stadt für zukünftige Generationen im Kontext des Klimawandels, sozialen Zusammenlebens, lokaler Nahversorgung, energetischer Versorgung sowie lebenswerter Rahmenbedingungen neu zu denken und das Planungsgebiet auch als städtebaulichen Experimentierraum zu verstehen.

 

Piktogramm Stift, Geodreieck und PapierDer Großteil des Plangebiets soll neben den für die Siedlungsentwicklung erforderlichen Infrastrukturen als Landschaftsraum erhalten und gestärkt werden. Die Errichtung eines neuen Stadtteils soll dem in Wiesbaden erhöhten Bedarf für Wohnen und Arbeiten entsprechen und den Anforderungen eines nachhaltigen und zukunftsorientierten Stadtteils gerecht werden. Zur Umsetzung der Anforderungen beabsichtigt die LHW gemeinsam mit der SEG als Entwicklungsträger einen europaweiten städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerb auszuloben. Von den Bewerbern sind im Rahmen des Planungswettbewerbs und darauf aufbauenden Planungsprozessen Ideen und Lösungen, insbesondere für die Themenbereiche Wohnen und Arbeiten, Klima, Stärkung von Freiraum im Stadtteil und Biotopstrukturen im Landschaftsraum, Schienenanbindung, autoarmer Stadtteil, Konzeption eines Plus-Energie Stadtteils und Reduktion des CO2- Verbrauchs zu entwerfen sowie einen lebenswerten und sozial gemischten Stadtteil mit eigener Identität zu konzipieren. Bereits bei der Vorbereitung des Wettbewerbs werden externe Fachexperten für die Bereiche Klima, Mobilität und Energie hinzugezogen, auch soll der Prozess kontinuierlich durch diese weiterbegleitet werden.

Die Ergebnisse sollen als Grundlage für die Erstellung eines Rahmenplans dienen, der in Vorbereitung auf Quartiersebene mit vertiefenden Teilkonzepten ggf. aus weiteren Wettbewerbsverfahren, über die verbindliche Bauleitplanung bis hin zur Konzeptvergabe für die zu veräußernden Grundstücke aufgestellt wird.

Für die konzeptionelle Vorbereitung des Wettbewerbsverfahrens und die anschließende Durchführung und Betreuung sowie für die fachliche Begleitung und Beratung im Zuge der Rahmenplanerstellung, wurde ein Dienstleister für das Wettbewerbsmanagement beauftragt.

 

 



08.08.2022

Die Kommunikation wird großformatig ausgebaut – Der Ausblick

 

Menschen mit Sprechblasen Auf Grund der besonderen gesamtstädtischen Bedeutung plant die LHW im Rahmen der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme Ostfeld die Fortsetzung der intensiven Einbindung und Beteiligung der Öffentlichkeit. Primäres Ziel ist es, mit einer projektbegleitenden Kommunikation und Beteiligung eine möglichst umfassende Information und Einbindung sicherzustellen. Die Bürgerinnen und Bürger, lokale Akteure, wie Vereine oder Verbände, soziale Träger, Unternehmen und Institutionen sowie politische Entscheidungsträger und die Verwaltung sollen dabei weiterhin intensiv in den Entwicklungsprozess mit einbezogen werden. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Beteiligung der im Plangebiet befindlichen Bewohner und Grundstückseigentümer, als direkt von der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme Betroffene. Deren Einbindung und Kommunikation im Hinblick auf die anstehenden Entwicklungsschritte, vor allem mit direktem Einfluss auf die jeweiligen Interessen, soll frühzeitig konzeptionell entwickelt werden. Die sachliche Diskussion über die Interessen und Erwartungen an den Planungsprozess sowie über die Vor- und Nachteile der Entwicklung soll gefördert werden. So können die Akteure direkt eingebunden werden und wichtige Impulse in die weiteren Planungen miteinfließen.

 

 


20.07.2022

Einen Blick hinter die Kulissen - Die Projektverantwortlichen

 

Um die Ziele, die sich die Landeshauptstadt Wiesbaden (LHW) mit dem Ostfeld gesteckt hat, zu erreichen, sind vielfältigste Themenkomplexe querschnittsorientiert zu bearbeiten. Konkret bedeutet dies, dass nahezu alle Fachämter der LHW einzubinden und zu koordinieren sind. Damit dies bestmöglich gelingt, wurde das Projekt Ostfeld als Prioritätsprojekt der Landeshauptstadt und damit als Gemeinschaftsprojekt ämterübergreifend konzipiert. Neben den Ämtern sind auch die städtischen Gesellschaften involviert, wie beispielsweise ESWE Verkehr oder ESWE Versorgung. Das Stadtentwicklungsdezernat mit dem dazugehörigen Stadtplanungsamt als Fachamt sind dabei federführend und verantwortlich für die Umsetzung dieses Großprojektes.

Puzzleteile mit Logos der Beteiligten Institutionen

Mit Beschluss der Entwicklungssatzung am 17. September 2020 hat die Stadtverordnetenversammlung beschlossen, die Stadtentwicklungsgesellschaft Wiesbaden mbH (SEG) als treuhänderisch agierenden Entwicklungsträger gemäß § 167 BauGB (Baugesetzbuch) zu beauftragen. Mit der Unterzeichnung des Entwicklungsträgervertrages zwischen der LHW und der SEG im Mai dieses Jahres wurde der gefasste Beschluss umgesetzt. Seither unterstützt die SEG das Stadtplanungsamt in der Funktion als Entwicklungsträger und Treuhänder bei der weiteren Vorbereitung und Durchführung der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme Ostfeld. Die SEG ist als Treuhänder und Entwicklungsträger für die operative Umsetzung verantwortlich, die strategischen Entscheidungen liegen bei der LHW. In der neuen Konstellation setzen LHW und SEG die erfolgreiche Zusammenarbeit der letzten Jahre fort.

 


02.06.2022

Warum wird das Ostfeld als SEM (städtebauliche Entwicklungsmaßnahme) umgesetzt? - Die wesentlichen Ziele der Entwicklungsmaßnahme

 

Ziel: Bezahlbarer Wohnraum

Bezahlbarer Wohnraum ist das zentrale Ziel der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme „Ostfeld“. Neben Nachverdichtung im Bestand, Mobilisierung von Leerständen sowie Erschließung von Konversionsflächen und der Bebauung von Baulücken im Stadtgebiet, ist die Siedlungserweiterung im Außenbereich ein weiterer Stützpfeiler einer zukunftsgerichteten Stadtentwicklung.

Die Landeshauptstadt Wiesbaden stellt sich aktiv der Herausforderung, Wohnraum für alle soziale Gruppen der Stadtgesellschaft zu schaffen. Die aktuelle Situation erlaubt es nicht, die Aufgabe nur „privaten Akteuren“ bzw. dem Immobilienmarkt allein zu überlassen. Um den gesetzten Zielen und Anforderungen gerecht zu werden, sind alle geeigneten Möglichkeiten auszuschöpfen und neue Wege der Entwicklung zu gehen.

Durch das Instrument der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme wird die LHW in die Lage versetzt, alle erforderlichen Grundstücke einer Gesamtentwicklung zuzuführen und so u.a. bezahlbaren Wohnraum aus einer Hand zu realisieren und dem Wohl der Allgemeinheit langfristig zur Verfügung zu stellen.

Die Maßnahme schützt die Stadtgesellschaft davor, Bodenpreisspekulationen ausgesetzt zu werden, die nur wenigen Grundstückseigentümern Vorteile auf Kosten der Allgemeinheit bringen würden. Hierdurch ist es der Stadt möglich, die notwendigen sozialen, grünen und technischen Infrastrukturen aus der Bodenwerterhöhung zu bezahlen. Sollte die LHW durch die städtebauliche Entwicklungsmaßnahme Gewinne (Überschüsse) erwirtschaften, sind diese an die Alteigentümer auszuzahlen.

Keine andere Form der Gebietsentwicklung wird von Anfang an bis zum Ende in ihrer Kosten- und Finanzierungsübersicht so umfassend dargestellt wie eine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme. Diese wird jährlich entsprechend dem Planungsstand mit den voraussichtlichen Kosten und Einnahmen konkretisiert und fortgeführt.

Der sich aus der Wohnungsknappheit, demografischer Entwicklung und der Veränderung von Verhaltensmustern ergebende städtebauliche Handlungsbedarf ist eine Aufgabe, der sich die Stadtplanung stellen muss. Der neue Wiesbadener Stadtteil ist ein maßgeblicher Baustein einer zukunftsgerichteten Stadtentwicklungsstrategie.

 

Ziel: Klimasensible Stadtentwicklung

 

Der neue Stadtteil bietet die einmalige Chance, frühzeitig Weichen für eine nachhaltige und klimaangepasste Stadt zu stellen. Eine flächensparende und kompakte Baustruktur wirkt einer ökologisch und gesellschaftlich eher kritisch betrachteten Bebauung des Außenbereichs entgegen. Der Neubau bietet Klimaoptimierungs- und Einsparpotentiale, sodass der neue Stadtteil als Vorreiter in der Region die künftige räumliche Entwicklung prägen und Maßstäbe für eine nachhaltige Stadtentwicklung setzen kann.

Die klimatischen Besonderheiten im Entwicklungsgebiet und mögliche Klimaanpassungsmaßnahmen müssen von vornherein in allen Phasen des Projektes berücksichtigt und mitgedacht werden.

Die bereits in der Voruntersuchung durch eine Klimastudie herausgearbeitete Bedeutung des Raumes für die regionale Kaltluftversorgung ist Grundlage für eine möglichst schonende städtebauliche Struktur. 75 % des 450 Hektar großen Gebietes bleiben als Landschaftsraum der Freizeit, Natur und Landwirtschaft vorbehalten. Ein flächenübergreifendes Biotopverbundsystem und großräumige Grünverbindungen schaffen Korridore für Kaltluftströmungen vom Taunus in Richtung Rheintal.

Auch für die zukünftige Bebauungsstruktur ist die Bedeutung von Freiräumen hervorzuheben. Landschafts- und Freiräume sind identitätsstiftend, unterstützen die Orientierung, gliedern die Baustruktur und haben einen positiven Einfluss auf das lokale Quartiers- und Stadtklima. Die Durchführung landschaftsplanerischer und städtebaulicher Wettbewerbe sichert die Erreichung der gesteckten Ziele und schafft neue Qualitäten. Der Prozess wird begleitet durch eine gesamtstädtische Klimastudie, die das Ostfeld weiter vertiefend betrachtet (siehe Infokasten). Ziel ist, eine möglichst klimafreundliche Stadtstruktur in der weiteren Planung zu verankern.

Neben einer klimaangepassten Stadt- und Freiraumstruktur soll eine nachhaltige Stadtentwicklung durch Umsetzung von innovativen Konzepten zu Energie, Mobilität, Regenwassermanagement, Entwässerung sowie Ver- und Entsorgung sichergestellt werden. Synergien sollen genutzt werden. Das Ziel ist, den CO2-Ausstoß zu senken, die Stadt an sich verändernde klimatische Bedingungen anzupassen und dabei gleichzeitig eine hohe Lebensqualität zu gewährleisten.

Das „Ostfeld“ soll als Energie-Plus-Stadtteil realisiert werden. Es wird angestrebt den gesamten Strombedarf durch erneuerbare Energien zu decken. Integrierte Konzepte, bei denen bspw. Anlagen zur Gewinnung von Solarenergie in die verschiedenen Baukörper integriert werden, sichern eine möglichst hohe Effizienz bei gleichzeitig geringem Flächenverbrauch. Ergänzend können Energieerzeugungszonen in Grenzzonen (Verkehrstrassen, Autobahnkreuze, Deponieflächen), sowie zentrale Wärmespeicher vorgesehen werden. Energieeffizienzbauweisen und moderne Dämmtechnik verringern den Energieverbrauch. In Kombination mit innovativen Ansätzen zum modularen Bauen und flexiblen Grundrissen lassen sich Klimaanpassung und bezahlbarer Wohnraum zukunftsfähig verbinden.

Wie kann die Umsetzung dieser Ziele im „Ostfeld“ gesichert werden? Durch den vorgesehenen landschaftsplanerischen und städtebaulichen Planungswettbewerb können bereits frühzeitig entsprechende Rahmenbedingungen geschafften werden. Darauf aufbauend werden insbesondere Konzeptvergaben zur Sicherstellung der Ziele beitragen. So kann die Stadt aus einem Bewerberkreis diejenigen auswählen, die die städtischen Vorgaben bestmöglich umsetzen, ohne dass sich die Stadt dabei ausschließlich an einem Höchstpreisgebot orientieren muss. Dies ist ein wichtiger Baustein, wodurch die LHW Einfluss auf die Umsetzung der definierten Qualitätskriterien sowie die Realisierung energetischer und ökologischer Konzepte nehmen kann.

Ausschreibung Klimastudie - Der aktuelle Sachstand
Im Rahmen der Neuaufstellung des Flächennutzungsplans für die Landeshauptstadt Wiesbaden wurde Anfang des Jahres 2022 ein gesamtstädtisches Klimagutachten an die Bietergemeinschaft INKEK mit Weatherpark vergeben. Untersucht werden in dieser Studie die stadtklimatischen Verhältnisse, auch im Hinblick auf die aktuellen und die zukünftig veränderten Klimabedingungen und Betroffenheiten in der Bevölkerung. Mittels einer Klimaanalyse und der Modellierung von Szenarien wird die künftige gesamtstädtische Siedlungsentwicklung bewertet und Summationswirkungen berücksichtigt. Im Ergebnis entsteht ein Stadtklimakonzept mit Planungshinweisen, Zielformulierungen und konkreten Klimaanpassungsmaßnahmen, das als Planungsinstrument für eine klimaresiliente und klimaangepasste Stadtentwicklung dient. Der Bereich der SEM „Ostfeld“ wird im Rahmen der gesamtstädtischen Klimastudie klimaökologisch vertieft analysiert und es werden Leitlinien für den geplanten Wettbewerb erarbeitet, die Eingang in die Auslobungsunterlagen finden.

 

Ziel: Nachhaltige Mobilität

 

Bahnicon Im Sinne einer „Stadt der kurzen Wege“ liegt ein Fokus bei den Planungen im Ostfeld auf der Entwicklung eines zukunftsweisenden Mobilitätskonzeptes, das den öffentlichen Verkehr mit dem Fuß- und Radverkehr sowie dem Individualverkehr optimal verknüpft. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Schaffung von attraktiven Rad- und Fußwegenetzen gelegt. Es sollen kurze Wege zu allen Infrastruktureinrichtungen, dem Arbeitsplatz und anderen Stadtteilen ermöglicht werden. So sollen Kindergärten, Schulen, Sportplätze, ärztliche Versorgung sowie Sozialdienste und die Nahversorgung im neuen Stadtteil so verteilt sein, sodass sie bequem zu Fuß oder mit dem Rad erreichbar sind und der PKW im Stadtteil nicht unbedingt benötigt wird.

Auch die regionale Anbindung wird mitgedacht. Die Verbindung in Stadt und Region soll mit dem öffentlichen Personennahverkehr sichergestellt werden, indem neue Haltepunkte im Stadtteil geschaffen werden, die dann auch ein Pendeln z.B. nach Frankfurt ohne weiteres ermöglichen.

In Kombination mit strategisch verorteten Quartiersgaragen und Mobility-Hubs mit vielfältigen Sharing-Angeboten, kann der Autoverkehr im Stadtteil minimiert werden und besonders für Gelegenheitsfahrer ein sinnvolles Mittel darstellen, verschiedene Mobilitätsformen zu

Ausschreibung der Machbarkeitsstudie Schiene – Der aktuelle Sachstand
Nach Entscheidung der Bürgerschaft vom 01.11.2020 gegen die Einführung einer CityBahn in Wiesbaden steht die Prüfung alternativer Schienenanbindungen des neuen Stadtteils Ostfeld im Fokus. Anfang des Jahres 2021 wurde die Bietergemeinschaft Schüßler Plan / Mailänder mit einer umfassenden Machbarkeitsstudie beauftragt. Ziel dieser Studie ist die Abschätzung der Machbarkeit einer Eisenbahnlinie über das Ostfeld. Dafür werden verschiedene Varianten der Erschließung geprüft, die auch erforderliche Brückenbauwerke, die vorhandene Topographie und städtebauliche Aspekte berücksichtigen. Als Zwischenergebnis wurde die Machbarkeit der Schaffung einer Verkehrsstation an der Ländchesbahn für das BKA im Grundsatz bestätigt. Im weiteren Verlauf werden neben der Machbarkeit einer Eisenbahnlinie über das Ostfeld auch das Verhältnis von Nutzen und Kosten für eine mögliche Förderung durch Bund und Land gegenübergestellt.
 

20.05.2022

Eintragung des Entwicklungsvermerks in die Grundbücher – Was bedeutet das für die Eigentümerinnen und Eigentümer von Grundstücken im Ostfeld?

 

Die Stadtverordnetenversammlung der Landeshauptstadt Wiesbaden (LHW) hat am 17.09.2020 die Entwicklungssatzung „Ostfeld“ beschlossen und hat diese nach dem positiven Beschluss der Regionalversammlung Südhessen am 07.05.2021 über die Zulassung der Zielabweichung vom Regionalplan Südhessen öffentlich bekannt gemacht und ist seit dem 10.08.2021 rechtskräftig. In der Folge hat die Landeshauptstadt Wiesbaden weitere formale Schritte eingeleitet, um alle EigentümerInnen über die städtebauliche Entwicklungsmaßnahme und ihre Rechtswirkungen zu informieren. Das Grundbuchamt hat auf allen imIcon eines Buchs Geltungsbereich der Entwicklungssatzung gelegenen Grundstücken einen sogenannten Entwicklungsvermerk eingetragen und alle EigentümerInnen schriftlich darüber informiert. Dieser Eintrag hat die hinweisende Funktion, dass die jeweiligen Grundstücke Teil des durch die Entwicklungssatzung förmlich festgelegten städtebaulichen Entwicklungsbereichs sind. Ab dem Zeitpunkt der förmlichen Festlegung des Entwicklungsbereichs bedürfen bestimmte Vorhaben und Rechtsvorgänge der vorherigen Genehmigung durch die Landeshauptstadt Wiesbaden. Dieses Genehmigungserfordernis ist in § 169 Abs. 1 Nr. 3 i.V.m. §§ 144, 145 Baugesetzbuch (BauGB) geregelt. Die Landeshauptstadt wird so in die Lage versetzt, von allen Vorgängen, die ab diesem Zeitpunkt innerhalb des Entwicklungsbereichs stattfinden, Kenntnis zu erlangen. Hintergrund ist, dass keine Vorhaben genehmigt werden sollen, die die Durchführung der Entwicklungsmaßnahme unmöglich machen oder wesentlich erschweren bzw. den Zielen und Zwecken der Entwicklungsmaßnahme entgegenstehen. Der Entwicklungsvermerk und die Genehmigungspflicht nach § 144 BauGB sind vergleichbar mit einer Veränderungssperre nach § 14 BauGB. Die Genehmigungspflicht hat auch eine Schutzfunktion für die Eigentümerinnen und Eigentümer im städtebaulichen Entwicklungsbereich, um z. B. keine Investitionen oder andere Maßnahmen zu tätigen, die die Durchführung der Gesamtmaßnahme erschweren und damit nicht genehmigungsfähig sind. Das Genehmigungserfordernis gilt ab der Bekanntmachung der Entwicklungssatzung bis zu ihrer Aufhebung. Die genehmigungspflichtigen und nicht genehmigungspflichtigen Vorgänge sind in § 144 BauGB aufgeführt. Sind Sie Eigentümerin oder Eigentümer eines Grundstücks im städtebaulichen Entwicklungsbereich Ostfeld und sind Sie unsicher, ob Ihr beabsichtigtes Vorhaben genehmigungspflichtig ist oder haben Sie weiteren Informationsbedarf zur Eintragung des Entwicklungsvermerks, melden Sie sich gerne bei den Projektverantwortlichen der SEG und dem Stadtplanungsamt oder schreiben Sie eine E-Mail an 144-BauGB-SEM-Ostfeld@wiesbaden.de.


10.09.2021

Impulsveranstaltung „Die Transformation der Städte – smart, grün, lebenswert und mit Luft nach oben“ am Mittwoch, den 29. September 2021 um 18 Uhr -DIGITAL-

In einer weiteren Veranstaltung der beliebten Reihe IMPULSE für das Ostfeld geht es am Mittwoch, den 29. September 2021 um 18 Uhr um das Thema Die Transformation der Städte – smart, lebenswert, grün und „mit Luft nach oben“. Wie planen und bauen andere Städte und Länder heute nachhaltig und innovativ und was können wir von den Erfahrungen für die Planungen im Ostfeld lernen? Kreativchef Dieter Brell von 3deluxe aus Wiesbaden stellt relevante Studien und erfolgreich realisierte Projekte zwischen Karlsruhe, Dubai und New York vor, welche die lebenswerte Stadt von morgen bereits im Heute zeigen. Es gibt wie gewohnt die Möglichkeit, Fragen via Live-Chat an den Referenten zu richten, die im Anschluss an den Vortrag beantwortet werden. Über folgenden Link können Sie sich für die Online-Veranstaltung anmelden: ANMELDUNG

Der Mensch prägt den Raum – und der Raum den Menschen. Stadtquartiere und Gebäudestrukturen müssen immer innovativer und vielschichtiger werden, um im urbanen Kontext ein gemeinwohlorientiertes, nachhaltiges Zusammenleben zu ermöglichen. Wie sehen Plätze und Straßen von morgen aus? Welche großartigen Freiräume kann öffentlicher Raum bieten? Wie sparen wir mit intelligenten, klimasensiblen Materialien Gebäudeemissionen ein und schaffen Ruhe- und Klimaoasen mitten in der Stadt? Weshalb wirkt sich ein kreativ gestaltetes, grünes Umfeld positiv auf die Lebensqualität der Menschen aus? 3deluxe verbindet Vision und Design zu interdisziplinären Antworten auf die großen Fragen des urbanen Zusammenlebens – und trägt damit zur Transformation der Städte in menschenfreundliche und ökologische Orte bei.

Dieter Brell ist Gründungsmitglied und Kreativchef des interdisziplinären Wiesbadener Designbüros 3deluxe. Dieses zählt mit Dependancen in Miami und Dubai zu den progressivsten Vertretern der deutschen Design-Avantgarde und setzt seit über 15 Jahren wegweisende Impulse in Architektur, Innenarchitektur und Corporate Design. Als besonders stilprägend für 3deluxe erwiesen sich auf internationaler Ebene eine organisch anmutende Formensprache, komplexe Multimedia-Inszenierungen und ikonographische Gebäude. Dieter Brell ist für zahlreiche international ausgezeichnete Projekte verantwortlich, darunter der Butterfly Pavillon in Dubai, das Stadtentwicklungsprojekt V-Plaza in Litauen oder das Zero-Energy Building FC-Campus.

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06.08.2021

Der europaweite städtebauliche und freiraumplanerische Wettbewerb wird vorbereitet

Bis zum ersten Spatenstich muss das Projekt Ostfeld unterschiedliche Planungsphasen durchlaufen. Nach einigen formalen Verfahren, wie dem Beschluss der Entwicklungssatzung und dem Zielabweichungsverfahren vom Regionalplan Südhessen, gilt es als nächstes, das bestehende Strukturkonzept in einen Rahmenplan zu überführen. In einem Rahmenplan werden Entwicklungsziele konkretisiert, um zukünftige Qualitäten für den neuen Stadtteil zu sichern. Die Konkretisierung erfolgt mithilfe von Wettbewerben, die nunmehr vorbereitet werden.

Die Bedeutung des öffentlichen Raums und die Qualität der gebauten Umwelt für unsere Stadtgesellschaft sind unumstritten. Bei großen Projektplanungen wie dem Ostfeld ist es selbstverständlich, dass eben diese Qualität mithilfe eines Wettbewerbs erreicht werden kann. Ziel ist es, für die generelle Ideenfindung und die sich daran anschließende konkrete Planungsaufgabe die qualitativ beste und überzeugendste Lösung zu finden. Insbesondere wegen der komplexen Rahmenbedingungen wird ein europaweiter Wettbewerb durchgeführt, da es trotz zum Teil sehr konkreter Planungsvorgaben eine große Bandbreite für die Umsetzung innovativer städtebaulicher Ideen gibt.

Nachdem die aktuell laufende Grundlagenvertiefung abgeschlossen ist, werden in der Auslobung des Wettbewerbs die Themen Städtebau und Freiraum, Ökologie, Klimaschutz und Klimaanpassung, Mobilität und Funktionalität, Ökonomie und Sozialverträglichkeit berücksichtigt. Mithilfe der Auslobung wird das Wettbewerbsverfahren gestartet. Qualifizierte Büros sind sodann aufgerufen, sich am Planungsprozess zu beteiligen, innovative und nachhaltige Ideen zu entwickeln und städtebauliche wie freiraumplanerische Lösungsansätze für den Entwicklungsbereich aufzuzeigen. Ein unabhängiges Preisgericht prüft, bewertet und beurteilt die eingereichten Wettbewerbsarbeiten und kürt die Arbeiten, die die Wettbewerbsaufgabe am besten gelöst haben. Das beste Wettbewerbsergebnis bildet dann die Grundlage für den Rahmenplan, der die Basis für weitere detaillierte Planungen darstellt. Neben weiteren Wettbewerben, in denen Teilbereiche vertieft betrachtet werden, wird durch anschließende Bauleitplanverfahren Baurecht geschaffen.

Die Definition der Aufgabenstellung für den städtebaulichen und freiraumplanerischen Wettbewerb berücksichtigt neben den Ergebnissen der vorbereitenden Untersuchung auch die Maßgaben der Regionalversammlung zur Zielabweichung sowie insbesondere die politisch beschlossenen Entwicklungsziele der Landeshauptstadt Wiesbaden.

Ziel ist die Entwicklung eines neuen Stadtteils auf Grundlage der fünf Themenfelder für mehr Nachhaltigkeit: Lebendige Stadt, klimaoptimiertes Stadtgrün, sensibles Wassermanagement, erneuerbare Energien und neue Mobilität mit ihren jeweiligen Zielvorgaben. Um in diesem Zusammenhang die richtigen Leitplanken im Wettbewerb zu setzen und eine hohe Qualität für die BewohnerInnen des neuen Stadtteils zu sichern, werden im Vorfeld eine Reihe von weiteren Gutachten und Studien zu den Themen Klima, Verkehr, Energie und Lärmschutz erarbeitet bzw. bestehende vertieft.

Der gesamte Planungsprozess zur Entwicklung eines neuen Stadtteils mit eigener Identität, mit dem Angebot baureif erschlossener Grundstücke auch für neue Wohnformen, wird weiterhin durch einen intensiven Informations- und Beteiligungsprozess begleitet. Politik, Bürger, Fachplaner und Initiativen werden auch in die kommenden Verfahrensschritte aktiv eingebunden.

Wortwolke


06.07.2021

Die Entwicklungssatzung Ostfeld wird öffentlich bekannt gemacht

Die Stadtverordnetenversammlung der Landeshauptstadt Wiesbaden hat am 17. September 2020 beschlossen, dass die Entwicklungssatzung ortsüblich bekannt zu machen ist, sobald der Genehmigungsbescheid zur Zielabweichung von der oberen Landesplanungsbehörde, dem Regierungspräsidium Darmstadt, vorliegt. Dem Zielabweichungsverfahren wurde am 7. Mai 2021 seitens der Regionalversammlung zugestimmt.

Im Zuge der Bekanntmachung ist die Entwicklungssatzung nebst Anlagen vom 06.07. bis 09.08.2021 öffentlich ausgelegt.

Der Raum für öffentliche Auslegungen im Verwaltungsgebäude, Gustav-Stresemann-Ring 15, ist während der Dienststunden montags, dienstags und donnerstags von 8 bis 16 Uhr, mittwochs von 8 bis 18 Uhr und freitags von 8 bis 12 Uhr geöffnet.

Der Publikumsverkehr im Verwaltungsgebäude ist gegenwärtig eingeschränkt, daher muss am Haupteingang für den Einlass geklingelt werden, um in den Raum für öffentliche Auslegungen zu gelangen. Zusätzlich wird darum gebeten, bei Beratungs- oder Erläuterungsbedarf über die E-Mail-Adresse team-ostfeld@wiesbaden.de einen Termin zu vereinbaren.

Im Anschluss der öffentlichen Auslegung wird die Satzung dauerhaft zur Einsicht beim Stadtplanungsamt bereitgehalten. Über den Inhalt der vorstehend genannten Unterlagen wird zudem auf Verlangen Auskunft gegeben.

Mit Ablauf der einmonatigen Auslegungsfrist tritt die Satzung über die förmliche Festlegung des städtebaulichen Entwicklungsbereichs Ostfeld in Kraft und wird rechtsverbindlich.

Die Entwicklungssatzung Ostfeld, die Anlage B (Begründung und Pläne), die zusammenfassende Erklärung nach § 10a (1) BauGB sowie der Beschluss Nr.0294 der Stadtverordnetenversammlung vom 17.09.2020 sind hier für Sie zum Download bereitgestellt.


25.05.2021

Regionalversammlung Südhessen stimmt den Ostfeldplänen zu

Zielabweichung vom Regionalplan

Im Mai 2021 hat die Regionalversammlung Südhessen unter Berücksichtigung bestimmter regionalplanerischer Maßgaben dem Antrag auf Zielabweichung vom Regionalplan Südhessen mit breiter Mehrheit zugestimmt. Die kommunalen Ziele der Landeshauptstadt Wiesbaden wurden so mit den übergeordneten regionalplanerischen Vorgaben in Einklang gebracht. Im Vorfeld wurde der Antrag in enger Abstimmung mit der oberen Landesplanungsbehörde erarbeitet. Spezielle Einzelfragen, zum Beispiel zum Regionalen Grünzug, zu Natur und Landschaft, Klima oder zur Anwendungsmöglichkeit der Zielabweichung, wurden juristisch unterlegt und zuvor auch mit dem Hessischen Wirtschaftsministerium erörtert.
Nach dem Motto „Stillstand ist Rückschritt“ wird die Regionalpolitik mit der Zustimmung ihrer Verantwortung gerecht, das große Ganze im Blick zu behalten und der Metropole RheinMain, als eine der wirtschaftsstärksten Regionen in Europa, Perspektiven für eine fortschrittliche Zukunft zu ermöglichen. Inmitten des RheinMain-Gebiets hat sich die Landeshauptstadt Wiesbaden in den letzten Jahren rasant und positiv entwickelt. Wiesbaden wird jedes Jahr aufs Neue gefordert, den Anforderungen an lebenswerten und bezahlbaren Wohnraum für alle Bevölkerungsgruppen gerecht zu werden.

 

Die Regionalversammlung ist das von den Bürger*Innen gewählte Organ, das „Parlament“ der Region. Diese direkte demokratische Legitimation verleiht der Arbeit des Verbands der Region Südhessen ein besonderes Gewicht. Grundsatzfragen haben somit eine planerische, immer aber auch eine politische Dimension, da Entscheidungen zur Freiraum-, Siedlungs- oder Verkehrsentwicklung unmittelbar die Standortqualität und das Leben der Menschen beeinflussen.

Eine kleine Veranschaulichung zur Raumordnung vom zuständigen Bundesministerium finden Sie hier:

03.05.2021

Stadtentwicklung Ostfeld verständlich erklärt

Was genau ist eigentlich eine „Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme“ (SEM)?

Im Zuge der Planungen im Ostfeld ist immer wieder die Rede von dem im Baugesetzbuch geregelten Instrument, der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme . Was genau sich dahinter verbirgt, warum Wiesbaden das Ostfeld braucht und welche Chancen die Entwicklung des neuen Stadtteils für die Landeshauptstadt bietet, wird anschaulich und leicht verständlich in einem neuen Erklärvideo beschrieben. Dies ist der Auftakt dafür, die Zusammenhänge rund um die Planungen für den neuen Stadtteil in einer neuen Form zu erklären. Über dieses Format des Erklärvideos soll künftig eine Reihe von Themen leicht verständlich für die unterschiedlichsten Zielgruppen angeboten werden. Über die Veröffentlichung weiterer Videos werden wir zu gegebener Zeit informieren.

 

 


29.04.2021

Kein militärischer Flugverkehr über dem neuen Stadtteil im Ostfeld

Bild von Sichtflugroute

Die US-Streit­kräfte informieren darüber, dass die Sicht­flugroute, die in süd­westlicher Richtung des militärischen Flug­platzes in Erben­heim über das Ost­feld führte, verlegt wurde.

Wie lässt sich eine städte­bauliche Entwicklungs­maßnahme im Ostfeld und der Betrieb des angrenzenden militärischen Flug­platzes in Erben­heim vereinbaren? Dieser Frage gehen die Stad­tentwicklungs­gesellschaft Wies­baden, die Landes­hauptstadt Wies­baden, die US-Streit­kräfte und die zuständigen deutschen Behörden seit dem Jahr 2017 nach. Das Ost­feld liegt un­gefähr 1,5 km west­lich des militärischen Flug­platzes in Erben­heim. In dem Areal sind weder Bau­verbots­zonen noch Lärm­schutz­bereiche fest­gelegt, die einer Be­bauung aus Gründen des militärischen Luft­verkehrs entgegen­stehen.

Seit Beginn der Planungen zu einer städte­baulichen Entwicklungs­maßnahme im Ost­feld war es das Ziel, Über­flüge mit militärischen Luft­fahrzeugen über dem neuen Stadt­teil zu ver­meiden. Bereits in den ersten Gesprächen zeichneten sich Lösungs­ansätze ab. Nun informierten die US-Streit­kräfte am 21.04.2021 in einer internen Arbeits­gruppe, dass die Ver­legung der Sicht­flug­route zum Jahres­wechsel 2020/ 2021 erfolgt ist.

Mit der Änderung der Flugroute ist der Luftraum über dem geplanten Stadtteil im Ostfeld frei von militärischen Flugbewegungen. Über das Entwicklungsgebiet, das eine Fläche von 450 ha einnimmt, führen noch eine Instrumentenflugroute und eine Platzrunde. Die beiden geplanten Baugebiete im Ostfeld werden von diesen Flugrouten jedoch nicht tangiert.

Im September 2020 wurde die städtebauliche Entwicklungsmaßnahme im Ostfeld von der Stadtverordnetenversammlung der Landeshauptstadt Wiesbaden beschlossen. Damit wurde der Weg geebnet, ein Gewerbegebiet und einen neuen Stadtteil zu entwickeln, in dem Wohnraum für 8.000 bis 12.000 Menschen geschaffen werden soll. Rund 30% der Wohnungen sollen im Rahmen des geförderten Wohnungsbaus entstehen.

Im Instrumentenflug steuert der Pilot das Luftfahrzeug mit den Instrumenten des Flugzeugs. Im Gegensatz dazu wird das Flugzeug im Sichtflug nach Bodensicht und den dafür gültigen Sichtflugregeln gesteuert. Bei einer Platzrunde handelt es sich um ein standardisiertes An- und Abflugverfahren auf einem vorgeschriebenen Flugweg in der Nähe eines Flugplatzes.

 

09.03.2020

Online-Podiumsdiskussion veranstaltet vom Jugenparlament Wiesbaden und Fridays for Future Wiesbaden am 24.02.2021

Am 24. Februar veranstaltete das Jugendparlament Wiesbaden gemeinsam mit Fridays for Future Wiesbaden eine Online-Podiumsdiskussion zur städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme im Ostfeld. Auf diesem Wege kamen sowohl Betroffene, Kritiker und Befürworter als auch die SEG zu Wort. In der knapp dreistündigen Diskussion wurden eine Vielzahl an einzelnen Themen angesprochen, wie bspw. die klimaökologischen Auswirkungen einer Ostfeld-Bebauung, die Bevölkerungsentwicklung Wiesbadens und welchen Beitrag das Ostfeld bei der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum leisten kann, die Nähe zum vorhandenen militärischen Flugplatz und viele mehr. Die Zuschauerinnen und Zuschauer konnten sich einen Überblick über das komplexe Thema der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme im Ostfeld verschaffen. Die Veranstaltung leistete gleichzeitig einen Beitrag, zwischen den unterschiedlichen Positionen zu unterscheiden und über die verschiedenen Argumente, Standpunkte und Meinungsbilder zu informieren.

Parallel zur Veranstaltung bestand für alle Interessierten die Möglichkeit, ihre Fragen in einem Live-Chat zu stellen. Die Fragen und die dazugehörigen Antworten können unter dem folgenden Link heruntergeladen werden.

 

Zu den Fragen und Antworten

Bild der Podiumsdiskussion

 


02.12.2020

Impulsveranstaltung „Innovativer Städtebau – Metropolen denken in die Zukunft“ am Mittwoch, den 9. Dezember um 18 Uhr -DIGITAL-

Ein außergewöhnliches Jahr neigt sich dem Ende zu. Nach vielen erfolgreichen Veranstaltungen der Reihe IMPULSE für das OSTFELD geht es zum Jahresausklang, in der zweiten Online-Veranstaltung darum, wie in anderen Städten innovativer Städtebau bereits gelungen ist. Dieses Thema beleuchtet Jan Knikker unter dem Titel Innovativer Städtebau – Metropolen denken in die Zukunft am Mittwoch, den 9. Dezember 2020 um 18 Uhr. Im Anschluss an den Vortrag gibt es wie gewohnt die Möglichkeit, Fragen via Live-Chat an den Referenten zu richten, die im Rahmen der Veranstaltung beantwortet werden. Über folgenden Link können Sie sich für die Online-Veranstaltung anmelden: ANMELDUNG

Im September hat das Stadtparlament entschieden, dass im Ostfeld ein nachhaltiger und städtebaulich innovativer Stadtteil mit Vorzeigecharakter und Vorbildfunktion entstehen soll. Das bedeutet, es soll klimasensibel geplant und gebaut werden, den aktuellen Anforderungen an zeitgemäße Lebensformen sowie den Herausforderungen an die Gestaltung des öffentlichen Raumes und dem sparsamen Ressourcenverbrauch vorbildlich Rechnung getragen werden. Bei der Impulsveranstaltung geht es darum, über den Tellerrand hinaus zu schauen und zu erfahren, wie in anderen Städten und Ländern heute innovativ und nachhaltig geplant und gebaut wird und vergleichbare Großprojekte auf den Weg gebracht wurden. Was können wir von den Erfahrungen anderer Städte für das Ostfeld lernen?

Jan Knikker ist Partner im niederländischen Architekturbüro MVRDV, das sich mit mehr als 200 Mitarbeitern weltweit dem Städtebau und der Architektur verschrieben hat. Das forschungsorientiert und interdisziplinär arbeitende Büro mit Niederlassungen in Berlin, Paris und Shanghai hat sich zum Ziel gesetzt, die Städte nicht nur nachhaltiger, sondern auch lebenswerter, grüner, sozialer und schöner zu machen. Jan Knikker, geboren 1972 in Bad Soden, begann seine Karriere als Journalist, prägte dann fast ein Jahrzehnt das öffentliche Image von OMA, dem Büro des niederländischen Stararchitekten Rem Koolhaas und leitet seit 2008 bei MVRDV die Bereiche Business Development & Public Relations. Seit 2019 ist Herr Knikker Mitglied im Denkmal- und Gestaltungsbeirat der Landeshauptstadt Wiesbaden. In dem unabhängigen Sachverständigengremium wird über städtische und private Bauvorhaben, Konzepte und Planungen, die für die Erhaltung und Gestaltung des Stadtbildes Wiesbadens von Bedeutung sind, beraten.

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19.10.2020

Häufig gestellte Fragen – FAQs

Grafik FAQ

In unserer Rubrik FAQ – Häufig gestellte Fragen  erhalten Sie Antworten auf die grundlegenden Fragen rund um die Planungen im Ostfeld. Es ist geplant, die Zusammenstellung um neu hinzukommende Fragestellungen laufend zu ergänzen und bei Bedarf entsprechend zu aktualisieren. Sollten Sie weitere Fragen haben, kontaktieren Sie uns gerne.

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23.09.2020

Wiesbaden bekommt einen neuen Stadtteil

Der 17. September 2020 war ein historischer Tag in der Geschichte der Landeshauptstadt. 77% der anwesenden Stadtverordneten haben entschieden, dass im Ostfeld in Wiesbaden für die Zukunft geplant wird.

Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende und Stadtentwicklungsdezernent Hans-Martin Kessler sind sich einig: „Damit ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur Entstehung eines neuen Stadtteils für Wiesbaden erreicht. Mit dem neuen Stadtteil soll ein modernes, städtebaulich innovatives und nachhaltiges Quartier mit Vorbildcharakter entstehen. Angesichts der Dimension der geplanten Wohn- und Gewerbeflächenentwicklung ist eine Umsetzung nur durch eine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme (SEM) zu erreichen.“

Die Flächenreserven und Nachverdichtungsmöglichkeiten stoßen in Wiesbaden an ihre Grenzen. In der Landeshauptstadt ist Wohnraum zu einer wichtigen sozialen Frage geworden. Die Preise für Grund und Boden in Kombination mit den Einkommensunterschieden in unserer Gesellschaft führen dazu, dass sich in Wiesbaden zunehmend weniger Wohnungssuchende mit Wohnraum auf dem freien Markt versorgen können. Viele der wenigen angebotenen Wohnungen sind für große Teile der Bevölkerung unerschwinglich. Dazu kommt, dass die Nachfrage nach Wohnflächen aber auch Gewerbeflächen, gerade in Ballungsräumen, steigt und sich somit die Situation noch verstärkt. Daher ist es ein großer Schritt in die richtige Richtung, dem prognostizierten Wohnraum- und Gewerbeflächenbedarf mit der Entwicklung des Ostfelds zu begegnen und die Versorgung der Wiesbadenerinnen und Wiesbadener mit bezahlbarem Wohnraum sicherzustellen.

Ein neuer und nachhaltig geplanter Stadtteil bietet die einmalige Chance, die Stadt effizient und klimasensibel auch für die Zukunft der kommenden Generationen weiterzuentwickeln. Das bedeutet, dass energie- und ressourceneffizient mit nachhaltigen Baumaterialien gebaut werden soll sowie der Fokus auf einem möglichst hohen Anteil von Grün-, Frei- und Wasserflächen liegt. Durch den Einsatz erneuerbarer Energieträger zur nachhaltigen Energieversorgung mit Strom und Wärme soll mehr Energie produziert als tatsächlich verbraucht werden. Das Ostfeld soll ein Stadtteil der kurzen Wege werden, in welchem das Auto nur eine untergeordnete Rolle spielt. Für das Überwinden von größeren Entfernungen soll es ein Angebot aus einem Mix an fortschrittlichen Mobilitätsformen geben. Insbesondere sollen eine leistungsfähige ÖPNV-Verbindung, Radschnellverkehrswege und Car-Sharing-Hubs von Beginn an mitgedacht und angeboten werden. Um den Stadtteil möglichst autofrei zu gestalten, soll dieser in großen Teilen mit Quartiersgaragen gestaltet werden. So kann der öffentliche Raum nicht nur qualitativ gestaltet, sondern auch vielfältig genutzt werden.

Da es bis zum Bezug der ersten Wohnungen noch viele Jahre voller intensiver Planungsprozesse bedarf, wird auch der Beteiligungsprozess, der bereits sehr umfangreich durchgeführt wurde, fortgeführt.

  VRM-WK-Sascha Kopp
VRM-WK-Sascha Kopp

18.08.2020

Die Broschüre „Ostfeld – Ein neuer Stadtteil entsteht“

Die neue Broschüre zum Ostfeld ist da! Sie erhalten einen Überblick zu den verschiedensten Themen rund um das Ostfeld übersichtlich und leicht verständlich dargestellt. Der Hintergrund der Planungen, die Finanzierung des Projektes, die Beteiligung am Planungsprozess oder der weitere Zeitplan sind unter anderem Themen, auf die eingegangen wird. Auch die Chancen, die die Entwicklung im Ostfeld für die Landeshauptstadt Wiesbaden eröffnet, werden aufgezeigt.

Titelseite der Broschüre
Damit wir Ihnen ein druckfrisches Exemplar kostenlos zusenden können, schreiben Sie uns gerne eine E-Mail unter ostfeld@wiesbaden.de.
 

10.08.2020

Impulsveranstaltung Expertenfragerunde „Das Ostfeld – NOCH FRAGEN?“ am 18. August 2020 um 18 Uhr

Das Ostfeld – Ein Stadteil entsteht

Nach vielen erfolgreichen Veranstaltungen der Reihe IMPULSE für das Ostfeld zu unterschiedlichen Themen, wie dem Einfluss der Digitalisierung auf die Stadtentwicklung, über die Fragestellung, wie bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden kann, hin zur Überlegung, wie Urbanität in einem neuen Stadtteil erzielt werden kann, geht es in der ersten Online-Veranstaltung am 18. August 2020 um 18 Uhr nun um Sie und Ihre Fragen zum Projekt Ostfeld.

Die Stadtverordneten werden demnächst darüber entscheiden, ob das Ostfeld als Baugebiet entwickelt werden soll. Immer wieder kommen in der Öffentlichkeit verschiedene Fragen auf, die wir nicht unbeantwortet lassen wollen. Das Thema Klima ist zum Beispiel ein wichtiger Bestandteil des Projekts Ostfeld. Widersprechen sich die Ergebnisse des Klimakonzepts mit bereits existierenden Fachgutachten, wie dem KLIMPRAX - Gutachten? Welche bauliche Dichte ist zu erwarten und wie wird diese bestimmt? Auf all diese Fragen und viele weitere gehen wir gemeinsam in unserer Online-Veranstaltung mit Ihnen ein. Externe Fachexperten stehen an diesem Abend mit ihrer Expertise bereit, Antworten auf das zu geben, was Sie individuell bewegt.

Angepasst an die aktuelle Corona-Situation begrüßen wir Sie in keiner realen Räumlichkeit, sondern in einem digitalen Webroom. Über folgenden Link können Sie sich für die Online-Veranstaltung anmelden:  Experten-Fragerunde zum Ostfeld . Damit Sie aktiv an der Online-Veranstaltung teilnehmen können, haben Sie gleichzeitig mit der Anmeldung die Möglichkeit, Fragen vorab an uns zu richten. Möglich ist es auch am Tag der Online-Veranstaltung, Ihre Fragen via Livechat an die Experten und Projektbeteiligten zu richten.

Wir freuen uns auf Ihren Input, sowie eine anregende und konstruktive Veranstaltung!

Link zum Einladungsflyer


26.05.2020

Impulse für das Ostfeld – DIGITAL  

Unsere beliebte Veranstaltungsreihe befindet sich gerade in der Corona-Pause. Die besonderen Umstände machen es leider zur Zeit nicht möglich, zu Abenden wie diesen zusammenzukommen. Sobald sich das gesellschaftliche Leben wieder normalisiert hat, werden wir die Organisation der nächsten Veranstaltungen in Angriff nehmen. Damit Sie bis dahin nicht auf neue IMPULSE verzichten müssen, laden wir Sie herzlich ein, virtuell mit uns durch europäische Metropolen zu spazieren. Woche für Woche haben Sie die Möglichkeit, ein neues Highlight zu erkunden.

Der Wiener Architekt Jakob Dunkl führt uns in der Dokumentationsreihe „Meine Stadt / Ma Ville“ des Senders ARTE zu faszinierenden Bauwerken in europäische Großstädte wie Kopenhagen, Amsterdam, Bordeaux oder München. Dort trifft er auf Architekten, Stadtplaner und Künstler, darunter berühmte Architekten wie Dominique Perrault, Wolf D. Prix, Jan Gehl, Odile Decq und Willem Jan Neutelings sowie Ben van Berkel.

Klicken Sie bitte hier für die Filme „Meine Stadt / Ma Ville“

Flyer Impulse für Ostfeld digital

Flyer Impulse – DIGITAL


14.11.2019

Impulsveranstaltung „Dimensionen der Nachhaltigkeit“ am 28. November 2019 um 19 Uhr  

Nachhaltige Stadtentwicklung ist zu einem wichtigen Gestaltungsmerkmal für die Zukunft unserer Städte geworden.

In der Veranstaltungsreihe „Impulse für das Ostfeld“ werden am Donnerstag, den 28. November 2019 um 19 Uhr die „Dimensionen der Nachhaltigkeit“ gemeinsam mit Herrn Prof. Dipl.-Ing. Rolo Fütterer betrachtet.

Nachhaltige Stadtentwicklung bedeutet die Verknüpfung ökonomischer, ökologischer und sozialer Aspekte. Es sollen Voraussetzungen geschaffen werden, dass sich eine Stadt als attraktiver Lebens-, Wirtschafts-, Erholungs- und Kulturraum für die heutige sowie für nachfolgende Generationen entwickeln kann. Welche technischen und sozialwissenschaftlichen Standards gelten und was bedeutet Nachhaltigkeit für die Konzeption eines neuen Quartiers, welche Erfahrungswerte liegen vor und welche Handlungsmöglichkeiten ergeben sich daraus?

Prof. Dipl.-Ing. Rolo Fütterer ist Gründer von MARS (Metropolitan Architecture Research Studio) in Luxemburg und Deutschland. Er lehrt und forscht an der Hochschule Kaiserslautern zu den Themen Nachhaltiger Städtebau, Energieeffizienz und Postindustrielle Quartierstypologien

Wir laden Sie herzlich zu unserer Impulsveranstaltung ein und freuen uns auf Ihr Kommen.

Flyer der Impulsveranstaltung

 


11.09.2019

Impulsveranstaltung „Strategien für bezahlbaren Wohnraum“ am 19.09.2019 um 19 Uhr  

Die Veranstaltungsreihe „IMPULSE für das Ostfeld“ wird am 19.09.2019 um 19 Uhr in der Hochschule RheinMain, im Hörsaal G-102 fortgesetzt. Mit Prof. Joachim Schultz-Granberg möchte die SEG Stadtentwicklungsgesellschaft mbH in Zusammenarbeit mit ihren Kooperationspartnern, der Hochschule RheinMain und dem Wiesbadener Architekturzentrum e.V. den Blick auf „Strategien für bezahlbaren Wohnraum“ öffnen.

Angemessenen und bezahlbaren Wohnraum für ALLE zu schaffen, ist eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe. Die Kosten für Wohnraum steigen nicht nur in gesuchten Lagen schneller als die Einkommen. Neben Senioren, Studenten, Alleinerziehenden und Geringverdienern, stehen längst auch Mittelschichthaushalte in Bedrängnis. Teile der Bevölkerung werden verdrängt.

Prof. Schultz-Granberg widmet sich diesem Thema in seinem Vortrag und zeigt wegweisende Projekte, die sozial und innovativ zu hochwertigen, bezahlbaren Wohnmodellen führen. Er greift auch auf, dass bezahlbarer Wohnraum oft gleichgesetzt wird, mit billigem Bauen und einschlägigen Klischees, wie mit kleinen Fenstern, schlechten Materialien oder monotonem Geschosswohnungsbau. Der hohe Bedarf an gutem und bezahlbarem Wohnraum kann aber auch Treiber für Innovationen sein.

Wir laden Sie herzlich zu unserer Impulsveranstaltung ein und freuen uns auf Ihr Kommen. 

Flyer der Impulsveranstaltung

 


17.07.2019

Nächste Schritte im Projekt Ostfeld werden zügig vorangetrieben - Der Abschlussbericht der vorbereitenden Untersuchungen wird veröffentlicht  

Oberbürgermeister Gerd-Uwe Mende will sich zusammen mit dem Stadtentwicklungsdezernenten Hans-Martin Kessler dem Projekt Ostfeld intensiv widmen. Sie sehen darin ein bedeutendes Vorhaben für die Zukunft der Landeshauptstadt. „Die Veröffentlichung des Berichts ist der nächste Schritt, um auf der Basis breiter Beteiligung und großer Transparenz das Projekt in der Stadtgesellschaft zu diskutieren“, meint Mende.

Gestern hat der Magistrat in seiner Sitzung den Abschlussbericht der vorbereitenden Untersuchungen offiziell zur Kenntnis genommen. Unmittelbar danach haben alle Fraktionen des Stadtparlamentes die Unterlagen erhalten. Ab heute ist der Bericht mit sämtlichen Anhängen unter Downloads abrufbar.

Die Kenntnisnahme des Abschlussberichts ist keine Entscheidung über das Ostfeld. Der Stadtpolitik wird für die Sichtung der umfangreichen Unterlagen und für Erklärungen so viel Zeit wie nötig zur Verfügung gestellt.

Um weiterhin eine größtmögliche Transparenz und Information zu gewährleisten und um aufkommende Fragen möglichst früh beantworten zu können, gibt es prozessbegleitend Informationsveranstaltungen. Die Projektleitung und weitere Verantwortliche bieten außerdem gerne persönliche Gespräche an. Aufkommende Fragen können auch per E-Mail gestellt werden. Um einen sachlichen und konstruktiven Austausch ist man sehr bemüht. Hier finden Sie die Kontaktdaten .

 


05.07.2019

Die vorbereitenden Untersuchungen zum Projekt Ostfeld sind abgeschlossen  

Der fertiggestellte Abschlussbericht wurde durch die SEG
Stadtentwicklungsgesellschaft Wiesbaden mbH, vertreten durch den Geschäftsführer Roland Stöcklin und den Projektleiter Joachim Mengden, in der vergangenen Woche übergeben an Sven Gerich, der sich in seinen letzten Tagen im Amt des Oberbürgermeisters befand.

„Dies ist der erste Schritt, um zügig bezahlbaren Wohnraum sowie zusätzliche Arbeitsplätze bereitzustellen und unsere Stadt weiterhin attraktiv und lebenswert zu entwickeln“, freute sich Sven Gerich. Roland Stöcklin ergänzte: „Dass die SEG als Projektsteuerer die Untersuchungsergebnisse termingerecht übergeben konnte, ist nicht zuletzt der Verdienst der Projektleiter Joachim Mengden und Michaela Maack sowie ihres Teams. In guter Zusammenarbeit mit den zuständigen Ämtern der Stadtverwaltung und den weiteren Projektbeteiligten haben wir gemeinsam einen großen Schritt für die Landeshauptstadt Wiesbaden erreicht.“

Im Fazit des Untersuchungsberichtes wird festgehalten, dass für das Wohl der Allgemeinheit die Durchführung einer städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme erforderlich und die Anwendung dieses planungsrechtlichen Instruments alternativlos ist. Es wird die Empfehlung an die Stadtverordnetenversammlung gegeben, auf Grundlage der Untersuchungsergebnisse das Gebiet Ostfeld förmlich als städtebaulichen Entwicklungsbereich festzulegen. 

Die Beratungen der politischen Gremien beginnen in Kürze. Sobald der Bericht inkl. Anlagen offiziell vom Oberbürgermeister an die Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung und die Ortsbeiräte übergeben wird, werden auch hier unter Downloads  sämtliche Unterlagen zum Abruf bereitgestellt.

Das im Rahmen der Untersuchungen entwickelte Strukturkonzept als Vision für das Gebiet Ostfeld, sieht eine Entwicklung im Bereich der Siedlung Am Fort Biehler vor. Hier ist ein gemischt genutztes Stadtquartier mit hoher Dichte geplant. Im nördlichen Bereich des Untersuchungsgebietes gegenüber dem Gewerbegebiet Erbenheim soll ein neues Gewerbegebiet entstehen. Das bestehende Gewerbegebiet am Dykerhoffbruch soll weiterentwickelt werden.  Der Untersuchungsbericht stellt dar, dass die Aspekte zu Umwelt, Klima, Verkehr und Infrastruktur im Planungsprozess berücksichtigt und welche Lösungsansätze zur Optimierung im Rahmen der weiterführenden Planungen in den kommenden Jahren möglich sind.

Der Großteil der Entwicklungsflächen im Untersuchungsgebiet (87% der Fläche) befindet sich im Eigentum der öffentlichen Hand. Im Verhältnis zu anderen Gebieten im Wiesbadener Stadtraum sind nur relativ wenige private Eigentümer oder sogenannte Sonstige Betroffene wie Mieter, Pächter, Vereine oder Betriebe betroffen. Im Rahmen der Voruntersuchung wurde die Mitwirkungsbereitschaft der Eigentümer und Nutzungsberechtigten ermittelt. Erfreulicherweise war die Bereitschaft zur Mitwirkung insgesamt hoch. Einzelne Grundstückseigentümer, aber auch Pächter haben jedoch eine Mitwirkung an der Entwicklung des Bereichs Ostfeld oder einen Verkauf ihres Grundstückes abgelehnt. Für Betroffene sind laut Untersuchungsbericht individuelle Lösungsansätze möglich, um negative Konsequenzen einer möglichen städtebaulichen Entwicklung zu begrenzen.

Im Zuge der vorbereitenden Untersuchungen wurde eine überschlägige Kosten- und Finanzierungsübersicht erstellt, um auch die finanziellen Konsequenzen für die Landeshauptstadt Wiesbaden einschätzen zu können. Die im Rahmen der vorbereitenden Untersuchungen angefertigte Bestandsaufnahme und Analyse zeigen auch, dass eine Entwicklung im Bereich Ostfeld für die örtliche und überörtliche Entwicklung zwingend notwendig ist. In der Untersuchung wurden Alternativflächen innerhalb Wiesbadens betrachtet und geprüft. Nach den derzeit vorliegenden Informationen, ist davon auszugehen, dass der Bedarf an Wohnraum sowie an zusätzlichen Arbeitsplätzen durch die Entwicklung alternativer Flächen und durch die Anwendung alternativer Instrumente auch in den kommenden Jahren nicht gedeckt werden kann.

 


10.04.2019

Das Strukturkonzept wurde vorgestellt  

Am 5. April 2019 wurde im Rahmen einer öffentlichen
Informationsveranstaltung das  Strukturkonzept  für das Ostfeld präsentiert. Als ein „großes Gemeinschaftsprojekt“ bezeichnete Oberbürgermeister Sven Gerich in seiner Einführung die städtebauliche Entwicklungsmaßnahme, „mit dem großen gemeinsamen Ziel, heute die Weichen für die Zukunft von Morgen zu stellen.“ In dem 450 Hektar großen Untersuchungsraum bieten sich Möglichkeiten für neue Siedlungs- und Gewerbeflächen, die unsere Landeshauptstadt dringend braucht.

Über 150 Personen füllten den Roncalli-Saal in Wiesbaden. Projektleiter Joachim Mengden reflektierte den Beteiligungsprozess. Das Strukturkonzept erläuterten die beauftragten Planer Prof. Dr. Franz Pesch und Andreas Bachmann vom Dortmunder Büro pesch partner architekten stadtplaner GmbH. Beim veranstaltungsbegleitenden Info-Markt nutzten die Gäste rege die Gelegenheit, mit der SEG mbH, den externen Gutachtern und den verwaltungsseitig in die Planung involvierten Mitarbeitern zu sprechen. Sie erhielten Antworten auf ihre Fragen und adressierten ihre Sorgen und Hoffnungen. Das Projektteam und die vielen Projektbeteiligten, ob nun aus der Verwaltung oder externe Gutachter, kamen zudem zu einem Gruppenbild zusammen, um zu dokumentieren, dass es vieler bedurfte, um diesen Prozessschritt der Voruntersuchungen durchzuführen.

Es steht nun kurz bevor, dass der Bericht über die vorbereitenden Untersuchungen fertiggestellt ist und den politischen Gremien zur Beratung vorgelegt wird. In dem Bericht sind die fachlich komplexen, gutachterlich geprüften Belange u.a. zu den Themen Klima, Verkehr, Natur- und Artenschutz ausgearbeitet. Wenn die Stadtverordneten grünes Licht für die Gebietsentwicklung geben, geht der Dialog natürlich weiter. Bis zum ersten Spatenstich, mit dem wir wegen der aufwändigen Verfahren nicht vor 2025 rechnen, ist noch viel zu tun.

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