Ostfeld: Mitgestalten

 

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4. Phase „Das Strukturkonzept wird vorgestellt“

Ein Stadtteil entsteht

In einigen Wochen werden die vorbereitenden Untersuchungen im Projekt Ostfeld abgeschlossen sein und die Beratungen der politischen Gremien beginnen. Bevor es jedoch soweit ist, laden wir alle Interessierten herzlich zur Vorstellung des Strukturkonzeptes ein.

Wiesbaden braucht bezahlbaren Wohnraum und Flächen für Arbeitsplätze. Dafür soll ein neuer Stadtteil entstehen, in dem 8.000 bis 12.000 Menschen leben können. Darüber, wie dieses neue Stück Wiesbaden aussehen könnte, haben sich Mitbürgerinnen und Mitbürger, Vereine, Verbände und Initiativen, Politik sowie die Stadtverwaltung in den vergangenen Monaten intensiv Gedanken gemacht. Mithilfe von konkreten Planungsüberlegungen, welche zudem gutachterlich und fachlich überprüft wurden, konnte ein Konzept erarbeitet werden, das das Ergebnis all dieser Überlegungen ist.

Das sogenannte Strukturkonzept ist ein Plan des Stadtentwicklungsgebietes Ostfeld, in dem beschrieben wird, welche Flächen jeweils für Wohnraum und gewerbliche Nutzungen in Betracht kommen, wie sie bebaut werden könnten und wie das Gebiet künftig an den öffentlichen Nahverkehr und an das Straßennetz angebunden werden könnte. Verschiedene gutachterliche Untersuchungen, etwa zu Verkehr, Klima, Artenschutz u.a., haben dazu beigetragen, die bisherigen Konzeptionen zu konkretisieren. Das Ergebnis dieses Prozesses wird allen Interessierten nun in einer öffentlichen Veranstaltung vorgestellt.

Neben der Vorstellung des Strukturkonzeptes durch das Planungsbüro, werden an unterschiedlichen Themenständen Informationen zu den verschiedenen Bereichen, unter anderem Klima, Verkehr und Artenschutz bereitgehalten. Sowohl die Gutachter als auch die Verantwortlichen der beteiligten Ämter der Landeshauptstadt Wiesbaden sowie  Vertreter der Projektleitung stehen für Gespräche und Fragen zur Verfügung. Es gibt nochmals die Möglichkeit, Anregungen und Ideen zum Projektgebiet Ostfeld zu platzieren.

 

 

3. Phase Entscheidung über Vorzugsszenario ist gefallen
    Die vorbereitenden Untersuchungen werden nun zum Abschluss gebracht.

Nachdem in den vergangenen Monaten eine Vielzahl an Fachgesprächen mit Experten aus Vereinen und Verbänden der Wiesbadener Stadtgesellschaft und der Politik geführt wurden, hat das beauftragte Planungsbüro pesch partner aus Dortmund drei Planungsszenarien für das Untersuchungsgebiet erstellt, welche von unterschiedlichen Planungsansätzen ausgehen. 
Wir haben Ihnen diese drei Szenarien weiter unten vorgestellt. 
Allen Szenarien liegen die politischen Zielvorstellungen zu Grunde, auf einer Fläche von 35ha (netto) einen neuen Stadtteil für 8.000 bis 12.000 Menschen zu bauen und zusätzlich eine Gewerbefläche von 50 ha auszuweisen. 
Es soll ein Mix aus Wohnen, Arbeiten und Freiräumen entstehen.
Die 3 Szenarien wurden im Hinblick auf ihre Konsequenzen für Verkehr, Klima, Arten- und Naturschutz etc. untersucht, diskutiert und bewertet. Hierbei einbezogen wurden neben den Fachleuten und Experten auch die Bürgerinnen und Bürger, die sich am 16.6.2018 bei der BürgerWerkstatt mit verschiedenen Hinweisen und Anregungen in den Diskurs zu den Szenarien eingebracht haben.
Die Lenkungsgruppe Ostfeld, die sich aus den Verantwortlichen der Stadt Wiesbaden zusammensetzt, hat nach objektiven Kriterien eine Bewertung der drei Planungsszenarien vorgenommen und die nachfolgend dargestellte Variante A am 27.11.2018 favorisiert. Diese ist nun Grundlage der weiteren Verfahrensschritte. 

 

Beschreibung

Das Ostfeld entwickelt sich aus dem Bestand: das Dienstleistungsquartier in Erbenheim wird südlich der B 455 erweitert, die Deponiehügel werden zum Zentrum eines Gewerbe- und Industriebandes und um Fort Biehler und seinen Gehölzbestand schmiegt sich der neue Stadtteil. Hier entsteht ein Standort für Wohnen und wohnungsnahes Arbeiten im dichten Miteinander für rund 8.000 bis 12.000 Einwohner. Die Siedlung Fort Biehler wird Teil des städtischen Quartiers. Dessen Zentrum liegt westlich des bestehenden Waldes. Dieser wird als lichter Stadtwald zur Naherholungsfläche, verbindet den neuen Siedlungskern mit der bestehenden Siedlung und wird zum Trittstein der Freiraumvernetzung.

Die nicht in den neuen Stadtteil integrierbaren größerflächigen Gewerbe- und Industriegebiete südlich der Deponiehügel ergänzen die Nutzungen der Abfallwirtschaft. Eingerahmt werden sie durch einen Grünstreifen mit Bestandsgehölzen. Die Flächen nördlich des geschützten Biotops Kalkofens und südlich der Autobahn 66 werden weiterhin landwirtschaftlich genutzt. Die im Landschaftsplan angestrebte Biotopvernetzung von Nord nach Süd wird sichergestellt. In diesem großflächigen Bereich können verschiedene Freiraumnutzungen untergebracht werden: von Tabuzonen zum Schutz von Flora und Fauna bis hin zu Flächen für eine Freizeitnutzung.

Für einen nachhaltigen Mobilitätsanschluss des Ostfelds sorgt ein Anschluss an das CityBahn-Netz, der gleichermaßen das Gewerbegebiet Petersweg, den neuen Stadtteil um Fort Biehler und den gewerblichen Teil im Norden erschließt. Anbindungen für den motorisierten Verkehr erfolgen über neue Abzweige und ausgebaute Anschlüsse an den übergeordneten Straßen. Um Schleichverkehre zu vermeiden, wird durch verkehrslenkende Maßnahmen die Durchquerbarkeit des neuen Stadtteils für motorisierte Fahrzeuge unterbunden. Ein Radschnellweg schließt ihn an die Innenstadt an.

 

Neben der planerischen Szenarienentwicklung wurden seit Ende 2017 verschiedenste Fachgutachten in Auftrag gegeben,
wie eine Flächenbedarfsprognose, eine Verkehrsuntersuchung,
ein Entwässerungsgutachten sowie ein Klimagutachten.
Das Vorzugsszenario wird im weiteren Verfahren ebenso im Hinblick auf die Auswirkungen auf das örtliche Klima, die verkehrliche und leitungsgebundene Erschließung, Tiere, Pflanzen und biologische Vielfalt, Boden/Bodennutzung, Wasser, Luft, sonstige Sachgüter sowie auf die räumlich angrenzenden Nutzungen vertieft untersucht.

Ziel aller Bestrebungen ist es, die sogenannten Beurteilungsgrundlagen, die im Rahmen der vorbereitenden Untersuchungen gemäß §§ 165 ff. BauGB zusammenzustellen sind, bis Ende des ersten Quartals 2019 in Berichtsform vorliegen zu haben.

Ebenso Bestandteil der Unterlagen sind die Ergebnisse der Träger- und Eigentümerbeteiligung, die zur Zeit stattfindet. 

 

 
2. Phase "Planungsszenarien entwickeln" - April bis Juni 2018 

Szenario 1

 

Szenario 2

Teilnehmende am Workshop
 

Szenario 3

Teilnehmende am Workshop
 

2. Phase „Planungsszenarien entwickeln“ - April bis Juni 2018

BürgerWerkstatt am 16. Juni 2018
Das Planungsbüro hatte für die BürgerWerkstatt am 16. Juni 2018 Szenarien erarbeitet, dessen Inhalte sich aus den Planungsworkshops, des ersten Online-Dialogs, der lokalen Rahmenbedingungen und der Untersuchungsergebnisse der bisherigen Gutachten ergeben haben und von den Expertinnen und Experten aus den Fachämtern und städtischen Gesellschaften fachlich begleitet wurden.

Szenarien, die die planerischen Ziele für den neuen Stadtteil mit Wohnen, Arbeiten, Freizeit, Grün- und Erholungsflächen konkretisieren und den nachfolgenden Planungsschritten zugrunde gelegt werden, wurden bei der BürgerWerkstatt vorgestellt. Die entwickelten Szenarien wurden mit den Bürgerinnen und Bürgern an drei Planungstischen in Kleingruppen zu thematischen Fragestellungen mit den anwesenden Fachleuten auch aus der Verwaltung und städtischen Gesellschaften diskutiert.

Online Dialog II - Juni bis Juli 2018
Nach der BürgerWerkstatt hatten die Bürgerinnen und Bürger bis zum 13. Juli 2018 Gelegenheit gezielt ihre Ideen und Anregungen zu den drei Planungsszenarien wieder über das Planungstool anzumerken und so in den Planungsprozess einzubringen.

 

1. Phase „Informieren und Erfassen“ - November 2017

Auftaktveranstaltung am 17. November 2017
Die erste Phase startete mit einer Auftaktveranstaltung im November 2017. Hier konnten sich die Bürgerinnen und Bürger über das Vorhaben und Vorgehen informieren. Die Projektleitung und die Fachämter haben die Informationen, das Projekt betreffend visualisiert und standen für Fragen, aber auch Ideen, Sorgen und Kritik zur Verfügung. Ziel, war es wertvolle Hinweise für das Untersuchungsgebebiet Ostfeld zu erlangen.

Planungsworkshops und Politik-Foren - Februar bis April 2018
Von Februar bis April 2018 ist das Planungsteam bestehend aus Projektleitung, Planungs- und Kommunikationsteam gezielt auf Initiativen, Vereine, Verbände und Initiativen zugegangen, um in themenorientierten Planungsworkshops / Politikforen über den Planungsprozess zu informieren und Anregungen / Hinweise für den Planungsprozess zu erhalten. In diesen Einladungsworkshops war es wichtig zu erfahren, welche Informationen/Hinweise die Teilnehmer für den Planungsprozess eines neuen Stadtteils haben.

Online Dialog I - Mai bis Juni 2018
Die Bürgerinnen und Bürger Wiesbadens hatten ebenso die direkte Möglichkeit ihre Ideen in den Planungsprozess einzubringen.
Vom 21.Mai 2018 bis zum 08.Juni 2018 war es möglich Ideen und Anregungen für den Planungsprozess online über ein neues Planungstool einzubringen.

 

 

Vortragsreihe IMPULSE für das Ostfeld - Januar bis November 2018

Prozessbegleitend gab es gemeinsam mit dem WAZ, der Hochschule und der SEG monatliche Impulsveranstaltungen zu verschiedenen Themen wie Wohnen, Mobilität, Freiraum etc. im Jahr 2018. Hintergrund war der, dass bis zum Bau der ersten Wohnungen acht bis zehn Jahre vergehen werden und es wichtig ist, einen Blick in die Zukunft zu wagen. Hierzu diente die Veranstaltungsreihe „IMPULSE für das OSTFELD“.

Alle Veranstaltungsdokumentationen finden Sie hier

 

Verfahrensdauer

Insgesamt wird sich der Planungs- und Realisierungsprozess für das Ostfeld voraussichtlich über 8 bis 10 Jahre erstrecken. In diesem Zeitraum wird es immer wieder Möglichkeiten der Mitgestaltung geben.

Den Zeitstrahl zum Ostfeld finden Sie hier

 

Einführung eines Sprechtags - Februar bis Juli 2018

Vom 14. Februar bis zum 25. Juli 2018 war es möglich die Projektleitung Ostfeld persönlich zu erreichen, um sich über den Stand des Projektes zu informieren. Insbesondere die Eigentümer, Pächter und sonstige Nutzungsberechtigte hatten die Möglichkeit immer mittwochs in der Zeit von 10 bis 16 Uhr nach vorheriger Terminvereinbarung sich über den Stand des Projektes zu informieren.