Bebauungsplan „LindeQuartier“ - Wohnbauflächenentwicklung

Letzte Aktualisierung am: 03.12.2018

Der westliche Teil des Ortsbezirks Mainz-Kostheim befindet sich aktuell in einem Transformationsprozess von einem stark gewerblich geprägten Stadtbereich hin zu einem attraktiven Wohn- und Gewerbestandort. Die Entwicklung des LindeQuartiers spielt dabei eine zentrale Rolle.

In Kostheim und Kastel hat in den vergangenen Jahren der wirtschaftliche Strukturwandel deutliche Spuren hinterlassen. Ausgedehnte Gewerbe- und Industriebrachen prägen das Erscheinungsbild weiter Teile beider Stadtteile.

Nachdem die gewerbliche Nutzung des Areals durch die Linde AG im Jahre 2006 aufgegeben wurde, sind verschiedene städtebauliche Konzepte für eine Wohnbebauung erarbeitet worden. 2013 wurde das Grundstück an einen Vorhabenträger veräußert. Das nun vorliegende städtebauliche Konzept wurde als Weiterentwicklung der bisherigen Planung aufgestellt und städtebaulich in die übergeordnete Stadtstruktur eingebunden.

Kostheim erhält hierdurch eine direkte Anbindung an den ehemaligen Floßhafen. Durch den Bau eines ca. 800m langen uferbegleitenden Fuß- und Radwegs kann zudem ein weiterer Lückenschluss für einen durchgängigen Rad- und Fußweg zwischen Schierstein und Kostheim umgesetzt werden. Neben einem zeitgemäßen, ansprechenden Wohnungsmix, auch mit gefördertem Wohnungsbauanteil, ist auch ein Angebot für die soziale Infrastruktur vorgesehen bestehend aus Flächen für Kindergärten, Spiel- und Aufenthaltsbereichen.

Das nördliche „Rückgrat“ zu Straße und Bahn, als stadträumliche Fassung, bildet eine geschlossene Bebauung als Puffer, die sich nach Süden öffnet und das Wohngebiet nach Norden zur Bahntrasse und Straße abschirmt. Die Gebäudehöhen staffeln sich hier von West nach Ost von fünf Geschossen mit Staffelgeschoss bis zu zwei Geschossen mit Staffelgeschoss. Die Grundkonzeption orientiert sich an der Gartenstadtidee als Vermittlung zwischen Stadt- und Landschaftsraum am Wasser. Es entstehen aufgelockerte, um Plätze angeordnete Baugruppen, die nach Süden und Westen ausgerichtet sind und überwiegend Blickkontakt auf die Maaraue haben.

Durch die aufgelockerte Anordnung der Bauten entstehen zwischen den Gebäuden immer Zwischenräume, so dass eine gute Durchlüftung in Ost-West-Richtung gegeben ist. Entlang des Floßhafens ist eine Punkthausbebauung (V – VII Geschosse zuzüglich Staffelgeschoss) geplant, die der Anlage von Süden her eine Identität verschaffen soll.

Beschluss Nr. 0372 der Stadtverordnetenversammlung vom 28. August 2008 (Aufstellung- Entwurfs- und Offenlagebeschluss)

Beschluss Nr. 0460 der Stadtverordnetenversammlung vom 8. November 2018 (Entwurfsbeschluss)

Mit der Aufstellung des Bebauungsplans werden die planungsrechtlichen Voraussetzungen für eine geordnete städtebauliche und verkehrliche Entwicklung dieses zukünftigen Wohnquartiers geschaffen.

Das ca. 12 ha große Plangebiet wird im Nordosten durch die Kostheimer Landstraße begrenzt, im Osten durch die Verlängerung der Straße „Am Mainzer Weg“ nach Süden bis zum Floßhafen, den Floßhafen im Süden und die Bahnstrecke Wiesbaden-Hochheim im Nordwesten.

Vom 22. November 2018 bis zum 21. Dezember 2018 findet die öffentliche Auslegung nach § 3 Abs. 2 Baugesetzbuch (BauGB) statt und parallel dazu die Behördenbeteiligung nach § 4 Abs. 2 BauGB.

Vom 22. November 2018 bis zum 21. Dezember 2018 findet die öffentliche Auslegung nach § 3 Abs. 2 Baugesetzbuch (BauGB) statt und parallel dazu die Behördenbeteiligung nach § 4 Abs. 2 BauGB.

Stadtplanungsamt
Abteilung Städtebau
0611 31-6471

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