Erweiterung der Hebbelschule/Mittelstufenschule Dichterviertel

Letzte Aktualisierung am: 16.06.2021

Die Hebbelschule entwickelt sich von der 3-Zügigkeit zur 5-Zügigkeit und benötigt ausreichend Klassen- und Differenzierungsräume sowie Nebenräume. Für den Ganztag fehlt der Schule eine ausreichend große Mensa.  

Die Mittelstufenschule Dichterviertel hat zukünftig eine Stufe (Mittelstufe 10. Klasse) mehr und braucht Klassen- und Differenzierungsräume.

Eine große Mensa mit Cook & Chill Küche wird zukünftig von den Schulen gemeinsam genutzt und dient zudem als Mehrzweckraum für größere Veranstaltungen.   

 

Stadtverordneten-Beschluss-Nr. 0173 vom 22.05.2014

Stadtverordneten-Beschluss-Nr. 0054 vom 11.03.2021 - Zustimmung und Genehmigung der Ausführungsplanung 

Die Kosten werden im Rahmen der Entwurfsplanung ermittelt und nach Vorliegen der plausibilisierten und genehmigten Kosten  hier veröffentlicht.

Mit dem Stadtverordnetenbeschluss vom 11.03.2021 wurden die Gesamtbaukosten in Höhe von 27.930.000 € und die Kosten für die Ausstattung in Höhe von 685.000 € genehmigt.   

Schulgemeinde der Hebbelschule und Mittelstufenschule Dichterviertel 

Der Planungsvertrag liegt vor. Es wurde eine Phase Null mit beiden Schulen durchgeführt.

Erste Entwurfsplanung wurde mit den Behörden abgestimmt und besprochene Veränderungen übernommen.

Die Leistungsphase 2 (Vorplanung) ist behördlich abgestimmt und zur weiteren Überarbeitung freigegeben.

Die Leistungsphase 3 (Entwurfsplanung) ist abgeschlossen. In Verbindung mit dem Revisionsamt werden die ermittelten Kosten aktuell plausibilisiert.

Ziel: Ausführungsvorlage im Dezember durch die Stadtverordnetenversammlung genehmigen zu lassen.

Der Bauantrag zur Ausführung ist eingereicht. Die Vergaben zu den Leistungsphasen 5-9 laufen und Aufträge werden erteilt. Die Planung des Containerstandorts am Bolzplatz für die Mittelstufenschüler ist abgestimmt und die Containeranlage wird in den Sommerferien 2021 aufgestellt.

In den Bestandsgebäude sind die Planungen für Umsetzung der erforderlichen brandschutztechnischen Maßnahmen abgeschlossen. Die Ausführung beginnt in den Sommerferien/Herbstferien.   

Regelmäßige Nutzer-Jour-Fixe, Information des Ortsbeirates im Rahmen des Gremienlaufs.

Vorstellung der abgestimmten Entwurfsplanung in beiden Schulen und im Rahmen der Ausführungsvorlage im Ortsbeirat.

 

Am 28.10.2019 fand eine moderierte öffentliche Informationsveranstaltung mit rund 100 Teilnehmern in der Schule statt. Es konnten viele Fragen und Bedanken durch die Fachämter beantwortet und ausgeräumt werden.

Für Juli 2021 ist eine Online-Informationsveranstaltung vorgesehen. Informationen zur Veranstaltungen werden zeitnah veröffentlicht, Interessierte können vorab Fragen stellen, die in der Informationsveranstaltung beantwortet werden.

Schulamt der Landeshauptstadt Wiesbaden - Abteilung Schulbau -

E-Mail schulbau@wiesbaden.de

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Julia Schauermann

Kommentar der Moderation
ID: 196 17.02.2020 15:54

Folgendes Anliegen / folgende Frage wird durch die Stabsstelle Bürgerbeteiligung im Auftrag der Nutzerin Kerstin Jochem veröffentlicht:

In Wiesbaden wurde am 28.06.2019 der Klimanotstand ausgerufen.

Das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) hat im Rahmen des Modellprojektes KLIMPRAX wertvolle Erkenntnise gewonnen, was die zu erwartende Temperaturentwicklung in unserer Stadt betrifft. Die notwendige Freihaltung von Frischluftschneisen und die Begrünung der Innenstädte aufgrund der Aufheizung durch den Klimawandel werden hierin ausgeführt.

Diesbezügliche Informationen hierzu finden sich auf folgender Seite:

https://www.mainzund.de/modellprojekt-klimprax-zeigt-auswirkungen-klimawandel-staedte-mainz-wiesbaden

Das geplante dreistöckige Gebäude verschließt einen bis dato offenen Zugang zwischen hohen Gebäuden. Mindestens 11 ausgewachsene Bäume werden entfallen. Welche Auswirkungen wird dies auf die Temperaturen gerade in den Sommermonaten mit sich bringen? Die Bebauungsstruktur besitzt eine maßgebliche Bedeutung für unser Stadtklima. Wurde der vorgesehene Bebauunsplan auf die Erkenntnisse bzw. Handlungsempfehlungen des Klimprax bereits überprüft? Ansonsten halte ich eine solche Prüfung des geplanten Riegels auf die zu erwartende Veränderung innerhalb des Viertels für dringend erforderlich.

In unmittelbarer Nähe zu dem geplanten Gebäuderiegel befindet sich an der Schiersteiner Straße eine Luftmessstation des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) welche bereits jetzt regelmäßig sehr hohe Werte für diverse Luftschadstoffe ermittelt, die zu den Rekordwerten in Hessen gehören. Welche Auswirkungen wird der Wegfall der Bäume und die Verdichtung durch den Erweiterungsbau voraussichtlich auf diese Werte haben? Gibt es hierzu bereits Berechnungen/Prognosen?

Sowohl dauerhafte Höchsttemperaturen in den Sommermonaten als auch hiermit einhergehende erhöhte Schadstoffkonzentrationen in der Luft haben einen erheblichen negativen Einfluss auf die menschliche Gesundheit und entscheiden darüber, ob ein Viertel lebenswert bleibt. Bei aller Notwendigkeit einer Erweiterung der Räumlichkeiten sollte dies bei der Planung Berücksichtigung finden.

Julia Schauermann

Kommentar der Moderation
ID: 200 28.02.2020 14:41

Durch die zuständige Fachabteiliung kann ich Ihnen folgende Rückmeldung geben:
Im Rahmen der Grundlagenermittlung und Entwurfsplanung, die derzeit durchgeführt werden, sind Gutachten zu verschiedenen Themen angefragt. Hierbei werden auch klimatologische Belange untersucht. Die Dachfläche des Erweiterungsbaus soll extensiv begrünt werden. Dadurch ist sowohl eine hohe Retentionsfähigkeit der Dachfläche bei Regenfällen als auch eine mikroklimatische Wirkung zu erwarten.
Zudem wird es für die zu fällenden Bäume vor Ort so weit möglich Ersatzpflanzungen geben, die für eine Altersmischung des vorhandenen Baumbestandes sorgen werden. Damit wird auch langfristig für eine gesunde Durchgrünung des urbanen Viertels gesorgt. Die Bäume in der ersten Reihe zur Raabestraße hin werden erhalten und durch Neupflanzungen ergänzt.

Dorothee Lottmann-Kaeseler

ID: 194 26.01.2020 16:51

Mir ist der Schulhof mit seinen alten Bäumen sehr wichtig - jeder gesunde Baum in der Innenstadt muß erhalten bleiben - darauf müssen Baumaßnahmen unbedingt Rücksicht nehmen. Die Bäume sind auch als Naturerfahrung für Kinder unersetzlich!!

Julia Schauermann

Kommentar der Moderation
ID: 199 28.02.2020 14:37

Liebe Frau Lottmann-Kaeseler, vielen Dank für Ihre Anfrage. Bitte entschuldigen Sie die Verzögerungen bei der Antwort. Durch die zuständige Fachabteiliung kann ich Ihnen folgende Rückmeldung geben:
Für die im Rahmen der Baumaßnahme zu fällenden Bäume werden so weit möglich Ersatzpflanzungen vorgenommen. Wichtig ist: Die erste Baumreihe an der Raabestraße bleibt erhalten und wird durch Neupflanzungen sogar ergänzt, so dass eine altersgerechte Durchmischung des Baumbestandes erfolgen kann. Alle Baufirmen sind gehalten, während der Bauphase auf Bäume und Bepflanzung in der Umgebung Rücksicht zu nehmen.

Heidrun Groeger

ID: 190 20.12.2019 10:34

Die unbebaute Fläche des Schulhofs mit den großen alten Bäumen entlang der Raabestraße wirkt im Sommer als Frischluftschneise und im Winter als "Lichtbringer". Wurden bzw. werden die Auswirkungen des Neubaus auf das Mikroklima im Dichterviertel bei der Planung berücksichtigt?

Julia Schauermann

Kommentar der Moderation
ID: 198 28.02.2020 14:35

Liebe Frau Groeger, vielen Dank für Ihre Anfrage. Bitte entschuldigen Sie die Verzögerungen bei der Antwort. Durch die zuständige Fachabteiliung kann ich Ihnen folgende Rückmeldung geben:
Im Rahmen der Grundlagenermittlung und Entwurfsplanung, die derzeit durchgeführt wird, sind Gutachten zu verschiedenen Themen angefragt. Auch die Auswirkungen auf das Mikroklima werden in diesen Gutachten beleuchtet.

Konny Küpper

ID: 189 08.12.2019 18:53

Laut Protokoll der Anwohnerinfo sollen die Dachflächen des Neubaus (nur) begrünt werden. Ist dort Photovoltaik bzw. Solarthermie zur Versorgung der Schule angedacht und wenn nein, warum nicht? (Das Solarkataster zeigt z.B. für den östlichen Flügel der Schule eine mögliche Stromproduktion von ca. 50.000 kWh p.a.)

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Alexa Steckel

Kommentar der Moderation
ID: 798 02.07.2021 09:10

Liebe Frau Küpper,
noch einmal vielen Dank für Ihre Anfrage. Zu Ihrer Anfrage gibt es eine ergänzende Stellungnahme der Denmalschutzbehörde:

Sie fragten nach Solaranlagen auf dem Dach des Neubaus. Dem steht aus denkmalfachlicher Sicht erst einmal nichts entgegen, sofern diese technischen Anlagen nicht additiv und damit die Architektur störend darstellen. Bei älteren Solaranlagen mussten die Module aufgeständert werden, um einen optimalen Neigungswinkel für einen guten Wirkungsgrad zu erreichen. Neuere Solartechnik kann flach auf dem Dach (oder wie angesprochen ggf. auch an der Südfassade des Neubaus) angeordnet werden und ist damit von unten nicht mehr zu sehen. Solaranlagen bedeuten im Gegenzug aber auch, dass weniger Dachbegrünung möglich ist. Und nicht zu verkennen ist das mögliche brandschutztechnische Risiko.
Zum Solarkataster: Das berücksichtigt tatsächlich nicht die Belange des Denkmalschutzes und sieht isoliert nur die möglichen Dachflächen (auch das rheinseitige Dach des Schlosses in Biebrich ist danach gilt für Solaranlagen geeignet; dazu muss wohl nichts weiter gesagt werden). Auf den Altbaudächern ist aus Sicht des Denkmalschutzes tatsächlich kein Aufbau von Solaranlagen möglich.

Konny Küpper

ID: 188 08.12.2019 18:27

Nach bisheriger Diskussionslage wird die Erweiterung der Hebbelschule auf der Südseite durch den Denkmalschutz abgelehnt, obwohl mit dieser Lösung erheblich weniger der großen und alten Bäume auf der Nordseite gefällt werden müssten. Welche konkreten Ausführungen gibt es dazu von Seiten des Denkmalschutzes? Eine weitere Frage: Gibt es ein Artenschutzgutachten mit Bezug auf die Norderweiterung und was besagt es?

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Alexa Steckel

Kommentar der Moderation
ID: 799 02.07.2021 09:13

Liebe Frau Küpper,
vielen Dank für Ihre Anfrage. Zu Ihrem Anliegen können wir Ihnen die folgende Rückmeldung der Denkmalschutzbehörde geben:

Bei der Veranstaltung im Herbst 2019 hatte die Denkmalschutzbehörde bereits darauf hingewiesen, dass 2014 (mit damals noch deutlich kleinerem Raumprogramm für die Schulerweiterung) von der Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG) eine umfangreiche und breit angelegte Studie erarbeitet worden war, um unter Berücksichtigung aller betroffenen fachlichen und rechtlichen Aspekte einen geeigneten Standort zu finden. Bei der Bürgerinformationsveranstaltung im Herbst 2019 war diese Studie leider nicht verfügbar. Ihr können aber grundsätzlich die untersuchten Szenarien entnommen werden, wenngleich der Baukörper inzwischen wegen des deutlich umfangreicheren Raumprogramms in der aktuellen Planung deutlich größer werden musste.
Aus Sicht des Denkmalschutzes, für den jeder Neubau auf dem als Sachgesamtheit denkmalgeschützten Schulgrundstück einen erheblichen und durchaus auch beeinträchtigenden Eingriff in denkmalpflegerische Belange darstellt, ist ein Neubau auf der Südseite des Schulhofs nicht genehmigungsfähig, da hierzu u.a. das ebenfalls denkmalgeschützte Hausmeister-Wohnhaus abgebrochen werden müsste. Auch hatte der Gestaltungs- und Denkmalbeirat den jetzt durchgeplanten Standort nachdrücklich unterstützt und die klare Form des Neubaus sowie dessen baulichen Anschluss an die Kopfseiten der beiden historischen Bestandbauten begrüßt. Klar ist, dass der große Baukörper und sein Standort den Kompromiss am Ende einer intensiv geführten Diskussion und Abwägung aller Belange darstellen, um diese Schulstandort zukunftsfähig zu machen.