Soziale Stadt Biebrich-Mitte

Letzte Aktualisierung am: 19.07.2019

Mit dem Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt“ wird die Stabilisierung und Aufwertung von städtebaulich, wirtschaftlich und sozial benachteiligten Stadt- und Ortsteilen gefördert. Ein vorrangiges Ziel ist es, in den Quartieren den sozialen Zusammenhalt und die Integration aller Bevölkerungsgruppen zu verbessern. Für Biebrich-Mitte wird im Laufe des Jahres 2019 ein Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) erstellt, das detaillierte Ziele und übergreifende Handlungsschwerpunkte für die gesamte Programmlaufzeit von 10 – 12 Jahren benennen wird. Hierbei ist die Beteiligung der Bürgerschaft von großer Bedeutung.

Übergeordnete Leitziele der Sozialen Stadt sind die Modernisierung von Wohngebieten und deren Nachverdichtung, die Begrünung des Stadtraumes, die Verbesserung des Wohnumfeldes und der Aufenthaltsqualität, die Aktivierung der Bewohner*innen sowie die Stärkung des lokalen Einzelhandels und der interkulturellen Integration.

Stadtverordneten-Beschluss Nr. 0413 vom 08. November 2018 zur Sitzungsvorlage 18-V-51-0007: Aufnahme des Gebietes Biebrich-Mitte in das Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt“.

Sitzungsvorlage Nr. 19-V-51-004 (24.02.2019): Ausbau der Kinderbetreuung in Wiesbaden 48/90, Grundsatzvorlage zur Sanierung und Erweiterung der Kindertagesstätte Betty Coridass

Die bisher bewilligten Fördermittel von Bund und Land Hessen betragen 613.000 €. Für das Jahr 2019 wurden Fördermittel für Maßnahmen mit einem Investitionsvolumen in Höhe von 660.000 € beantragt.

Stadtteil Wiesbaden-Biebrich

Biebrich Mitte ist einer der vielfältigsten Stadtteile Wiesbadens. Die direkte Lage am Rhein und der grüne Biebricher Schlosspark bieten qualitative Naherholungsmöglichkeiten. Der gesamte Ortsbezirk Biebrich zählt 2019 ca. 38.880 Einwohner/-innen. Das Fördergebiet umfasst das südliche Zentrum Biebrichs mit ca. 13.000 Einwohner/-innen und einer Fläche von 126,2 ha. Insbesondere entlang der Hauptstraßen (Rathausstraße, Straße der Republik) besteht ein vielfältiges Angebot von Einzelhandel und Gastronomie.

Aufgrund der industriell geprägten Vergangenheit des Stadtteils und dem Zuzug von Gastarbeitern mit ihren Familien, ist Biebrich heute multikulturell geprägt. Im gesamtstädtischen Kontext betrachtet liegt die Arbeitslosenquote von 10,1 % über dem Durchschnitt.

Insbesondere Frauen und Jugendliche gehören zu den Personengruppen mit einer erhöhten Arbeitslosenquote. Auch aufgrund dieser Gegebenheiten wurde Biebrich-Mitte Ende 2017 in das Bund-Länder Programm „Soziale Stadt“ aufgenommen.

Welche Personengruppen sind betroffen?

Bürgerinnen und Bürger, Grundstückseigentümer*innen, Gewerbetreibende, Kulturschaffende

Eine Machbarkeitsstudie zur Erweiterung der Kita Betty Coridass in der Wilhelm-Tropp-Str. 20 wurde bereits durchgeführt. Die Sitzungsvorlage zum Ausbau wurde beschlossen. Die Versorgungsquote der Kinderbetreuung ab 3 Jahren kann dadurch von 85% auf 90% angehoben werden. Die SEG Stadtentwicklungsgesellschaft Wiesbaden mbH ist mit der Planung beauftragt. Die Gestaltung des Außengeländes kann über Programm Soziale Stadt gefördert werden.

Für die ehemalige Freiherr-vom-Stein-Schule in der Wilhelm-Tropp-Str. 26 gilt es eine Nachnutzung zu finden. In Planung sind die Unterbringung des Bürgersaals Biebrich, die Verlagerung des Standortes Süd des Amtes für Soziale Arbeit und des Amtes für Grundsicherung und Flüchtlinge in einem Neubau. Auch hier übernimmt die SEG die Planung. Die dafür notwendigen vorbereitende Untersuchungen mit kalkulierten Kosten in Höhe von 100.000 € werden im Rahmen des Programms Soziale Stadt Biebrich-Mitte gefördert.

Die Ausschreibung und Einrichtung eines Quartiersmanagements in der Galatea-Anlage wird gerade vorbereitet. Das Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept wird Ende des Jahres 2019 abgeschlossen sein.

Eine aktive Einbeziehung der Bürgerschaft erfolgt bei der Erarbeitung des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK). Zusätzlich wird der Prozess von dem Forschungsprojekt INTERPART begleitet und unterstützt.

In den darauffolgenden Planungsprozessen wird der Kooperation mit öffentlichen und privaten Akteuren große Bedeutung beigemessen.

Fachlich:

Stadtentwicklungsgesellschaft Wiesbaden mbH
als Treuhänder der Landeshauptstadt Wiesbaden
für den Bereich Stadterneuerung

Name:   Lilian Hurth
Telefon: 0611/ 77808-75
Email:    stadterneuerung@seg-wiesbaden.de

Bürgerbeteiligung:

Stabsstelle Bürgerbeteiligung

Name:   Julia Bechtluft
Telefon: 0611/ 31-5896
Email:    buergerbeteiligung@wiesbaden.de

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Welcher Stadtteil ist betroffen?
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Wolfgang Spahn

ID: 148 22.03.2019 19:22

Im Zentrum von Biebrich befinden sich zahlreiche Wohnungen, deren Besitzer und Mieter darauf angewiesen sind, mit dem Auto ihren auswärtigen Arbeitsplatz aufzusuchen. Deshalb ist es auch aus diesem Grund für die Entwicklung des Stadtteiles nicht zielführend die ohnehin schon zu wenigen Parkplätze in Nähe der Wohnungen noch weiter zu reduzieren, wie z. Bsp. durch die Citybahn oder extensiven Ausbau der Busspuren. Außerdem verunstaltet eine Citybahn, die durch die engen Straßen wie z Bsp. die Stettiner Str., Rathenauplatz, Straße der Republik führt, das Stadtbild Biebrichs. Völlig unverständlich ist mir in diesem Zusammenhang, dass der auf dem Gelände der freiwilligen Feuerwehr stehende Turm dagegen unter Denkmalschutz gestellt werden soll. Ein geplantes Parkhaus daneben sowie eine Einbahnstraßeneinführung in der Straße am Schlosspark ist zu begrüßen, Allerdings sind auch dort Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung vorzusehen, denn schon jetzt wird oft viel zu schnell gefahren.

W. Spahn