Sportpark Rheinhöhe – Ersatzneubau Freizeitbad & Eissportfläche

Letzte Aktualisierung am: 07.06.2019

Die Untersuchungen des Eigenbetriebs mattiaqua im Zuge des Bäderkonzeptes haben gezeigt, dass das Freizeitbad Mainzer Straße einerseits nicht mehr sanierungsfähig ist, andererseits aber zur Deckung des Bedarfs an Wasserflächen und -angeboten in Wiesbaden zwingend erforderlich ist.
Die Henkell-Kunsteisbahn wird seit 2015 mit einer provisorischen Eisanlage betrieben. Ein gemeinsamer Neubau mit einem neuen Freizeitbad soll Synergieeffekte erbringen. Im Auftrag des Bäderbetriebs mattiaqua führte die SEG Stadtentwicklungsgesellschaft Wiesbaden mbH 2017 eine Machbarkeitsuntersuchung für einen Neubau des Freizeitbades in Kombination mit dem Neubau der Kunsteisbahn durch. Im Ergebnis wurde festgestellt, dass beide Einrichtungen im „Sportpark Rheinhöhe“ am Konrad-Adenauer-Ring realisiert werden können.

Teilprojekte:

Sportpark Rheinhöhe - Machbarkeitsstudie Ersatzflächen Sportamt

Bebauungsplan mit Flächennutzungsplanänderung "Sportpark Rheinhöhe"

 

Beschluss Nr. 0533 der Stadtverordnetenversammlung vom 21. Dezember 2017

Beschluss Nr. 046 der Stadtverordnetenversammlung vom 8. November 2018

Der zunächst ermittelte, grobe Kostenrahmen beläuft sich auf ca. 63 Mio. Euro netto.

Alle Nutzergruppen des Freizeitbades und der Kunsteisbahn, Schulen und Sportvereine, die die Plätze im „Sportpark Rheinhöhe“ nutzen, Nachbarschaft, interessierte Bürgerinnen und Bürger.

Ziel der Machbarkeitsstudie war es, im ersten Schritt einen neuen Standort für beide Einrichtungen zu finden. Die Untersuchung von 11 Standorten im gesamten Stadtgebiet hat ergeben, dass nach Bewertung aller Vor- und Nachteile die Unterbringung des Neubaus im Rahmen der engen zeitlichen Vorgaben im „Sportpark Rheinhöhe“ am Konrad-Adenauer-Ring am besten möglich ist. Im zweiten Schritt wurden die Unterbringung der Baumassen auf den Flächen am Konrad-Adenauer-Ring und die Wirtschaftlichkeit untersucht. Am 21. Dezember 2017 hat die Stadtverordnetenversammlung die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie, einschließlich der Ergebnisse der Bürgerbeteiligung zur Kenntnis genommen und dem Ersatzneubau des Freizeitbades Mainzer Straße sowie der Eissporthalle mit Saunaanlage im Kostenrahmen von rund 63 Mio. Euro netto zugestimmt. Die SEG wurde mit der weiteren Planung beauftragt. Weiterhin wurde beschlossen, dass als Folge des Neubaus eines Sport- und Freizeitbades mit Eissporthalle am Konrad-Adenauer-Ring Ersatzlösungen für den Betriebshof des Sportamtes, den Sportplatz Erlenweg, die Rollschuhbahn und die Beach-Volleyballanlage zu finden sind (siehe Steckbrief „Sportpark Rheinhöhe – Machbarkeitsstudie Ersatzflächen Sportamt“). Die Aufstellung des Bebauungsplans für den Sportpark Rheinhöhe wurde am 8. November 2018 von der StvV. beschlossen. Im Juni 2019 wurde ein Generalplaner mit der weiteren Planung für den Neubau am Konrad-Adenauer-Ring beauftragt. Das Team ging aus einer europaweiten Ausschreibung zur Beauftragung der Generalplanungsleistung hervor. Auf der Basis des im Rahmen des Vergabeverfahrens erarbeiteten Konzepts erfolgt die Erarbeitung der Vorentwurfs- und Entwurfsplanung.

Die Bürgerbeteiligung hat mit einer öffentlichen Informationsveranstaltung zur Standortsuche am 12. Mai 2017 begonnen. Die ersten Ergebnisse der Standortsuche wurden den rund 250 Anwohnern, Vereinsvertretern und Interessierten aus Politik und Verwaltung vorgestellt.
Die von den Vereinen eingereichten Anforderungen an die neuen Einrichtungen wurden präsentiert und diskutiert. Die Bürgerinnen und Bürger hatten die Möglichkeit aktiv Vorschläge einzubringen. Diese wurden im Laufe des weiteren Beteiligungsprozesses geprüft. 
Eine zweite öffentliche Informationsveranstaltung fand am 23. September 2017 statt. Hier wurden die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie vorgestellt. Erläutert wurde wie das Raumprogramm für Schwimmbad und Eisbahn auf dem Grundstück am Konrad-Adenauer-Ring untergebracht werden kann. Außerdem wurden die im Rahmen der 1. Informationsveranstaltung gesammelten Anregungen der Vereine und der Bürgerschaft vorgestellt und zu diesen Stellung genommen. Die Interessierten hatten Gelegenheit die Ergebnisse mit den beteiligten Akteuren von SEG, mattiaqua und Sportamt zu diskutieren, Fragen zu stellen und weitere Anregungen zu geben.
Ein Arbeitskreis aus den Nutzern, Vertretern der Politik und der Verwaltung wurde eingerichtet, um die eigentliche Planungsphase zu begleiten. In der dritten Informationsveranstaltung am 22. Juni 2019 wird der Öffentlichkeit das von der SEG mit der Planung beauftragte Büro sowie das erste Planungskonzept für den Neubau vorgestellt. Weitere Beteiligung wird im förmlichen Verfahren bei der Aufstellung des Bebauungsplans für Schwimmbad und Eisbahn stattfinden.

Fachlich:
Eigenbetrieb mattiaqua
Thomas Baum
0611 31-8061
mattiaqua@wiesbaden.de
SEG Stadtentwicklungsgesellschaft
Sylvia Weiand
0611 77808-66
Sylvia.Weiand@seg-wiesbaden.de
Bürgerbeteiligung:
Stabsstelle Wiesbadener Identität. Engagement. Bürgerbeteiligung.
Gabriele Kotzke
0611 31-3209
buergerbeteiligung@wiesbaden.de

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Viktoria Günter

ID: 158 19.06.2019 12:18

Darf ich fragen, ob es auch Pläne gibt, was mit dem Gelände der Henkell-Kunsteisbahn passiert nach dem die Pläne zum neuen Sportplatz realisiert sind?

Philippe Jaeck

ID: 155 16.06.2019 11:15

So langsam sickert endlich die Erkenntnis durch, dass mit dem Klimawandel nicht zu spaßen ist.
Daher bitte ich, den Sportpark auf maximale Resourceneffizienz zu trimmen: Passivhausstandard, Wärmerückgewinnungen, Solaranlagen und Grün auf Dächern und Fassaden, eher Holz statt Beton und Plastik verbauen, etc.
Das rmcc zeigt, das da einiges geht.

Juliane Rösler

Kommentar der Moderation
ID: 157 18.06.2019 11:21

Vielen Dank für Ihre Anmerkung. Hier die Rückmeldung von mattiaqua und der SEG:
Die Anforderungen an das Energiekonzept für den Neubau des Freizeitbades mit möglichen Maßnahmen zur Energieeinsparung wurden von Beginn der Planungen an betrachtet. Aufgrund der vielfältigen Wärmeströme der späteren Nutzungen Bad, Sauna und Eissporthalle ist die Erarbeitung eines Gesamtenergiekonzeptes sowohl aus energetischer als auch aus wirtschaftlicher Sicht von großer Bedeutung. In der weiteren Planung wird insbesondere untersucht, inwiefern energetische Synergien aus der Doppelnutzung von Bad und Eissport auf einem Grundstück möglich sind. Weitere Vorgaben z. B. hinsichtlich ökologischer und klimatischer Aspekte wurden bereits in die ersten Konzepte, die im Rahmen der Bürgerinformation am 22. Juni 2019 vorgestellt werden, eingearbeitet.

Ralf Schaab

ID: 49 25.10.2017 20:50

Und bitte lange Öffnungszeiten und jeden Tag geöffnet und nicht wie das ESWE-Bad.... Von mir aus nur 25 m Becken... das reicht normalerweise auch für die allermeisten Vereine.... und falls eine 50mBahn gebaut werden sollte, bitte keine Wendebrücke.... Siehe die teure nicht funktionierende Wendebrücke im Rebstockbad... die ging vor 30 Jahren das letzte Mal... Aktuell gehen wir immer nach Mainz weil das Taubertsbergbad abends länger auf hat und ein separates Springerbecken hat (sehr zu empfehlen!!!). Viel Erfolg bei der geschickten Umsetzung!!! Ralf Schaab, Schwimmer!

Michael Koch

ID: 37 02.10.2017 15:45

Ich war in letzter Zeit wieder im Hallenbad Mainzer Straße. Der Zustand dort ist mittlerweile bedenklich. Seit Monaten funktionieren kaum noch Duschen und auch ansonsten ist es recht schmuddelig. Die Zeit bis zu einem Neubau ist zu lange um nichts mehr zu tun.

Aber als Ergänzung zu Hr. Barth: Es wäre wichtig hier ein "bezahlbares" Bad zu betreiben. Nicht ein Spaß- oder Erlebnisbad mit 25€ oder höherem Eintritt, sondern eines für Familien bzw. wo man einfach auch nur schwimmen kann. Viele Kinder können das heute kaum noch, auch weil es genau diese Bäder kaum noch gibt bzw. sich kaum welche die Preise leisten können. Das sollte bedacht werden.

Juliane Rösler

Kommentar der Moderation
ID: 39 05.10.2017 09:48

Vielen Dank für Ihre Anmerkung. Nach Rücksprache mit mattiaqua kann ich Ihnen folgende Rückmeldung geben:
Der Zustand des Freizeitbades Mainzer Straße ist mattiaqua bekannt und ursächlich dafür verantwortlich, dass in Wiesbaden über einen Ersatzneubau diskutiert wird. Bis ein Ersatzneubau zur Verfügung steht, wird mattiaqua selbstverständlich alles Mögliche tun, um den Betrieb des Bades aufrecht zu erhalten.
Desweiteren ist nicht geplant ein Spaß- und Erlebnisbad zu errichten. Die Aspekte Sport, Freizeit und Familie stehen im Vordergrund.

Michael Barth

ID: 34 24.09.2017 12:00

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich beziehe mich auf das 2. Bürgerbeteiligungsverfahren am 23.9.17.

1. Die Anbindung der neuen Sporteinrichtungen an das vorhandene Fahrradnetz der Stadt finde ich sehr begrüßenswert. Ich bitte dabei auch das Gymnasium am Mosbacher Berg mit einzubeziehen. Wir haben sehr viele Schüler, die mit dem Fahrrad zu uns an die Schule fahren. Die Schule ist jedoch nicht an das Fahrradnetz der Stadt Wiesbaden angeschlossen.

2. Die Fachschaft Sport des Gymnasiums am Mosbacher Berg hält es für zunehmend wichtig so viel Sport wie möglich im Freien abzuhalten. Zurzeit haben wir optimale Bedingungen, da die Klasse von den Umkleiden an der Sporthalle am 2. Ring gefahrlos über Wege, die nicht an der Straße liegen, auf den Sportplatz Steinbergerstraße laufen können. Bitte „verbauen“ Sie nicht diese Möglichkeit.

3. Die zentrale Bushaltestelle für unsere Schüler ist die Haltestelle „Gymnasium am Mosbacher Berg“ auf der Südseite des Konrad-Adenauer-Rings. Wir sind in dieser Angelegenheit sehr sensibilisiert, da vor einiger Zeit ein Schüler von uns überfahren wurde. Ein Verlegen der Bushaltestelle auf die Nordseite des Rings wäre für uns nicht akzeptabel, da der Bürgersteig nicht genug Platz für die Schüler bietet.
Der Bereich vor der Rollschubahn wird von uns immer wieder für Sammelpunkte bei Klassenfahrten und als Treffpunkt für die Verkehrsschule genutzt.
Ich bitte Sie bei der weiteren Planung die Schule mit einzubeziehen.

4. Auf unserem Schulgelände und in unserer Aula finden immer mal wieder Veranstaltungen von der Schule, aber auch – wie gestern gesehen – von externen Gruppen statt. Unsere Schule wird sehr oft gebucht, da wir eine der wenigen Schulen in Wiesbaden sind, die über sehr gute Parkmöglichkeiten verfügen. Ich bitte diese im Parkkonzept zu berücksichtigen.

5. Bei immer knapper werdenden Hallenzeiten für die Nutzung von Sportunterricht würde eine Mitbenutzungsmöglichkeit der Eisbahn und der Schwimmhalle für den regulären Sportunterricht zu einer Entspannung der Hallennutzung führen. Ich bitte darum Nutzungszeiten für das Schwimmbad und die Eisbahn vorzusehen.

Juliane Rösler

Kommentar der Moderation
ID: 35 25.09.2017 15:17

Vielen Dank für Ihre konstruktiven Anregungen! Wir leiten diese an die SEG und an mattiaqua weiter!