„Protected Bike Lanes“ für mehr Sicherheit auf dem Rad

Feedback erwünscht

Von Pressereferat der Landeshauptstadt Wiesbaden am 27.11.2018

Um die Sicherheit der Radfahrenden in Wiesbaden zu erhöhen, werden ab Montag, 19. November, an Radfahrstreifen in der Taunusstraße, der Bahnhofstraße und der Schwalbacher Straße 15 cm hohe „Wiesbadener Schutzborde“ eingesetzt.
 
Die rot-weißen Kunststoff-Recycling-Borde schützen die Radfahrstreifen davor, von Autos überfahren zu werden. „Wir sind gespannt auf die Resonanz auf dieses Pilotprojekt und freuen uns, eine weitere Maßnahme aus unserem Sofortpaket zur Luftreinhaltung und zur Attraktivierung des Radverkehrs umsetzen zu können“, erläutert Andreas Kowol, Dezernent für Umwelt, Grünflächen und Verkehr.

Radfahrstreifen sind Radwege, die mit durchgezogener weißer Linie von der Fahrbahn abgetrennt sind. Sie dürfen nicht von Autos überfahren und schon gar nicht zum Halten oder Parken genutzt werden. In der Realität wird dies jedoch oft missachtet. „Der Gang zum Bäcker oder die Paketauslieferung dienen dann als Begründung für den Haltevorgang. Radfahrende werden dadurch gezwungen, auf die Fahrbahn in den fließenden Verkehr auszuweichen, wodurch sie in höchstem Maße gefährdet werden“, so der Verkehrsdezernent.

Andreas Kowol erläutert weiter: „Die Autofahrer merken deutlich, wenn sie über dieses Hindernis fahren würden. Wegen dieser Hemmschwelle rechnen wir mit einem deutlichen Rückgang von sicherheitsgefährdendem Falschparken. Ich bedanke mich beim Tiefbau- und Vermessungsamt für die Durchführung dieser innovativen Maßnahme und bei der Firma Lüft GmbH, die eigens für Wiesbaden die Schutzelemente entwickelt hat. Die Bürgerinnen und Bürger bitten wir ausdrücklich, uns über das Radbüro offen ihre Meinung zu dem Projekt mitzuteilen – bei positiven Rückmeldungen werden wir die Einrichtung an weiteren Standorten prüfen.“ Ihr Feedback können Sie dem Radbüro unter radbuero@wiesbaden.de mitteilen.

Für die Auswahl der für die Schutzelemente infrage kommenden Radfahrstreifen gab es verschiedene Kriterien: „Protected Bike Lanes“ kamen nur für Abschnitte ohne viele Ein- und Ausfahrten und ohne angrenzenden Parkstreifen in Betracht. Für das Pilotprojekt wurden drei Straßenabschnitte ausgewählt, an denen besonders häufig auf dem Radweg geparkt wird.
 

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