Schulentwicklungsplanung erfolgreich gestartet

Auftaktveranstaltung zum neuen Schulentwicklungsplan 2022ff

Von Pressereferat der Landeshauptstadt Wiesbaden am 27.08.2020

Begrüßung der Teilnehmer durch Schuldezernent Axel Imholz

Viele Anregungen zur Aufstellung des Schulentwicklungsplanes für die Jahre 2022 bis 2026 gab es bei der Auftaktkonferenz im Dotzheimer Haus der Vereine.

Rund 40 interessierte Bürgerinnen und Bürger beteiligten sich an der Diskussion um die Ausgestaltung der zukünftigen Schullandschaft in Wiesbaden. „Ich bin mit dem Auftakt zum Aufstellungsprozess für den nächsten Schulentwicklungsplan sehr zufrieden“, betont Schuldezernent Axel Imholz, der die Anwesenden begrüßt und zum Mitmachen ermuntert hatte.

Gekommen waren neben vielen Schulleiterinnen und Schulleitern Vertreterinnen und Vertreter der Elternschaft, der Gewerkschaft GEW und der Personalräte sowie eine Abordnung des Stadtschüler*innenrates sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger. Imholz hatte in seiner Begrüßung darauf verwiesen, dass es ausdrückliches Ziel im Aufstellungsprozess sei, die Wiesbadenerinnen und Wiesbadener zu beteiligen. Die Ergebnisse der Auftaktkonferenz würden ebenso in den ersten Entwurf einfließen wie die prognostizierten Schülerzahlen sowie die Entwicklungspotenziale der Landeshauptstadt. „Dieser erste Entwurf kann dann online kommentiert werden, am Ende entscheidet die Stadtverordnetenversammlung, was in dem neuen Schulentwicklungsplan steht und was nicht.“

Interessant gestaltete sich eine vor Ort live durchgeführte Online-Umfrage, an der ungefähr die Hälfte der Anwesenden teilnahm. Während noch mehr als 30 Prozent das schulische Angebot in Wiesbaden insgesamt als „gut“ bewerteten, und über 50 Prozent dieses zumindest als „befriedigend“ einstuften, so zeigte sich bei der Einschätzung der digitalen Ausstattung ein anderes Bild: 25 Prozent der Teilnehmenden vergaben hier die Note „ausreichend“, für 50 Prozent ist die digitale Ausstattung an den Wiesbadener Schulen ungenügend.

An Anregungen wurde der Schulverwaltung mitgegeben, die „Privilegierung der Gymnasien“ zu überdenken und die Einrichtung einer Oberstufe an zumindest einer Integrierten Gesamtschule zu erwägen. Gefordert wurde auch, der Inklusion, also der gemeinsamen Beschulung von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Beeinträchtigung, im künftigen Schulentwicklungsplan wesentlich mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Auch solle in der Planung nicht nur von Zahlen und baulichen Veränderungen ausgegangen werden, sondern die Pädagogik eine wichtigere Rolle spielen.

Wichtig war den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zudem eine Verbesserung der digitalen Ausstattung, um die Medienbildung zu verstärken und dabei vor allem nicht den Support durch das Medienzentrum aus dem Blick zu lassen, das personell verstärkt werden sollte. Auch die Betrachtung der Schulen als „ganztägige Lehr- und Lebensräume“, zu denen auch ausreichend Betreuungs- und zum Beispiel Essensräume gehörten, wurde gefordert. Einig waren sich die Anwesenden, dass im Rahmen der Schulentwicklungsplanung die Bildungsgerechtigkeit thematisiert werden sollte. Die Chancen auf Bildungsgerechtigkeit in Wiesbaden wurde dementsprechend in der Online-Umfrage von rund 20 Prozent mit „befriedigend“, von knapp 40 Prozent mit „ausreichend“, aber von mehr als 20 Prozent mit „ungenügend“ und sogar von mehr als 10 Prozent mit „mangelhaft“ bewertet.


Hier finden Sie die Zusammenfassung der Veranstaltung als PDF-Dokument.

 

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