Integrationskonzept für Geflüchtete

Die Flüchtlingszuwanderung stellte die Stadt Wiesbaden vor neue Herausforderungen. Zu Bewältigung dieser hat die Stadtverordnetenversammlung die Steuerungsgruppe Integration am 3. März 2016 beauftragt, einen Entwurf für ein Zusatzprogramm zur Integration geflüchteter Menschen zu erarbeiten. Der von einer internen Arbeitsgruppe erarbeitete Entwurf wurde von der Stadtverordnetenversammlung am 14. Juli 2016 angenommen. Gleichzeitig wurde die Steuerungsgruppe Integration beauftragt, auf dieser Entwurfsbasis bis Ende 2016 ein Konzept zur Integration geflüchteter Menschen in Wiesbaden zu erarbeiten. Die Bürgerinnen und Bürger wurden aktiv an der Erstellung des Integrationskonzeptes für Geflüchtete beteiligt und konnten ihre Erfahrungen und Ideen in das Konzept einbringen.

Mit der Umsetzung der Einzelmaßnahmen werden finanzielle Mittel benötigt. Da die Einzelmaßnahmen nur sukzessive in den kommenden Jahren umgesetzt werden können, kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht ermittelt werden, wie viele Kosten insgesamt mit der Umsetzung des Integrationskonzeptes einhergehen.

Am 30. März 2017 hat die Stadtverordnetenversammlung das Integrationskonzept für Geflüchtete verabschiedet. Dieses dient nun als gemeinsame Handlungsgrundlage für die weitere Integration der Geflüchteten.

Geflüchtete

Vereine/Initiativen sowie ehrenamtliche Flüchtlingshelferinnen und -helfer

professionell mit Geflüchteten beschäftigte Behörden, Einrichtungen in staatlicher oder freier Trägerschaft/Politik

Kooperationspartner bei der Umsetzung von Programmen oder Maßnahmen

Das Bürgerbeteiligungsverfahren zum Integrationskonzept für Geflüchtete ist abgeschlossen.
Im Rahmen des Bürgerbeteiligungsprozesses wurde gemeinsam mit Bürgerschaft, Verwaltung, Ehrenamtlichen, hauptamtlichen Akteuren von Verbänden und Institutionen sowie der Politik das Integrationskonzept erarbeitet. Als Diskussionsgrundlage diente ein Konzeptentwurf einer internen Arbeitsgruppe der Stadtverwaltung Wiesbaden.
Der Entwurf des Konzeptes wurde vor der Auftaktveranstaltung online zur Verfügung gestellt. Interessierte hatten die Möglichkeit, die in dem Konzept farblich hinterlegten Handlungsfelder zu kommentieren sowie Anregungen und Verbesserungsvorschläge einzureichen. Man konnte die Kommentierungen bis zum 8. November 2016 einreichen. Die Vorschläge wurden anschließend an die jeweilige Arbeitsgruppe weitergegeben und entsprechend eingearbeitet.
Im Rahmen des Beteiligungsverfahrens hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, ihre Ideen, Verbesserungsvorschläge und Anregungen einzubringen. Ziel war es, der Stadtverordnetenversammlung ein gemeinsam erstelltes Integrationskonzept für Geflüchtete vorzulegen.
Das Bürgerbeteiligungsverfahren wurde von Oktober 2016 bis Dezember 2016 durchgeführt und umfasste insgesamt vier Veranstaltungstermine:
  • 29. Oktober 2016: Auftaktveranstaltung und 1. Workshop zu den Handlungsfeldern des Integrationskonzeptes:
    • AG 1: Erstorientierung
    • AG 2: Deutscherwerb
    • AG 3: Bildungswege
    • AG 4: Gesundheit + psychosoziale Versorgung
    • AG 5: Sport + sozialkulturelle Integration und
    • AG 6: Integration in den Arbeitsmarkt
  • 12. November 2016: Fortsetzung des Workshops vom 29. Oktober
  • 26. November 2016: 3. Workshop  zu übergeordneten Themen:
    • Koordinierung des Bürgerschaftlichen Engagements – Schulungen von hauptamtlichen und ehrenamtlichen Akteuren
    • Zusammenarbeit mit Migrantenselbstorganisationen
    • Informations- und Öffentlichkeitsarbeit
  • 10. Dezember 2016: Abschlussveranstaltung mit öffentlicher Vorstellung der Ergebnisse der Arbeitsgruppen

Das Vorhaben wurde durch das Bundesprogramm „Willkommen bei Freunden“ personell und mit Moderationsmaterialien unterstützt. Ansonsten sind überwiegend Personalkosten angefallen.

Es ist eine Rückkoppelungsveranstaltung im ersten Quartal 2018 geplant, um den derzeitigen Umsetzungsstand vorzustellen.

Hier gelangen Sie zu unserem Veranstaltungskalender.

Fachlich:

Amt für Zuwanderung und Integration

integration@wiesbaden.de

Amt für Grundsicherung und Flüchtlinge

Sozialhilfe-fluechtlinge@wiesbaden.de

Bürgerbeteiligung: 

Stabsstelle Wiesbadener Identität. Engagement. Bürgerbeteiligung.

0611 31-4579

buergerbeteiligung@wiesbaden.de

 

Datum der letzten Aktualisierung: 28.11.2017

Kategorien

Bürgerbeteiligung vorgesehen?
Betroffener Ortsteil

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Claus Witzel

06.02.2018 10:55

Wir haben bereits ein Ghetto in der Innenstadt, s.a. Wellritzstraße, bitte achten Sie darauf das nicht noch mehr solche nicht integrativen Bereiche in unserer Stadt entstehen.

Juliane Rösler

Kommentar der Moderation
14.02.2018 14:18

Vielen Dank für Ihren Beitrag! Hierzu bezieht das Amt für Zuwanderung und Integration folgendermaßen Stellung:
Die Stadt Wiesbaden achtet seit langen Jahren darauf, dass es in Wiesbaden keine „abgeschotteten“ Bereiche gibt, in denen sich Strukturen herausbilden, die einer Integration entgegenwirken. Dies ist seit Beginn 2004 bereits im ersten kommunalen Integrationskonzept so verankert. Um dies zu erreichen, werden alle Stadtteile mit besonderen Herausforderungen teilweise mit Bundes-, in jedem Fall aber durch kommunale Mittel, unterstützt. Dies sind neben reinen Geldmitteln auch der Aufbau und die Unterstützung von Strukturen des Ehrenamtes und der professionellen Akteure insbesondere im sozialen Bereich, z.B. durch Stadtteilforen. In diesen werden anstehende Herausforderungen thematisiert und gemeinsam nach Lösungswegen gesucht. Ergänzend wird vom Amt für Stadtforschung, Strategische Steuerung und Statistik seit langen Jahren auf Ortsbezirks- und Stadtteilebene der Grad der Segregation untersucht. Diese ist über die Jahre hinweg in Wiesbaden konstant und nicht, wie häufig empfunden, steigend. Den höchsten Grad an Segregation weisen im Übrigen in Wiesbaden die Griechen auf und zwar im Stadtteil Biebrich. Ein Phänomen, das in der öffentlichen Wahrnehmung keine problematische Rolle spielt.
Das von Ihnen angesprochene Westend wurde in den letzten Jahren durch das Programm Soziale Stadt unterstützt. Der Stadtteil Schelmengraben ist aktuell ebenfalls in diesem Programm. Dies alles geschieht um den sozialen Zusammenhang in Wiesbaden zu ermöglichen und es geschieht in gemeinsamer Arbeit und Verantwortung der Kommune, der Bürgerschaft und vielen Verbänden, Vereinen und Organisationen. Nach Einschätzung der Fachverwaltung gelingt dies im Vergleich mit anderen Landeshauptstädten in guter und gedeihlicher Art und Weise.

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Ilsabe zeyher

03.02.2018 19:19

Die Kosten des öffentlichen Nahverkehrs sind ein großes Integrationshemmnis. In 1. Linie für die Geflüchteten, aber auch für die ehrenamtlichen Helfer, wie mich, einer Rentnerin mit geringer Rente. Preiswerter Nahverkehr für Alle wäre ein sehr intelligenter Weg, vor allem auch die dringend notwendigen Maßnahmen um den Luftreinhalteplan zu verbessern, d. h. die überschrittenen Grenzwerte der EU zu verbessern. Ich wünsche Ihnen deutlich mehr Mut und
Courage in der Sache. Der Unterstützung der großen Mehrheit der Bewohner können Sie sicher sein.