Pilotprojekt "Poller hoch!"

Poller schützen Fußgängerbereiche in der Stadt vor unbefugtem Befahren mit Kraftfahrzeugen. Zu bestimmten Zeiten werden sie versenkt und die Zufahrt freigeben, z.B. für die Belieferung der Geschäfte und Anwohner:innen mit Waren und Paketen. In der Regel soll die Anlieferung werktags zwischen 6:00 und 11:00 Uhr erfolgen. In der übrigen Zeit sind die Poller oben. Anlieferungen mit der Sackkarre sind jederzeit möglich, genau wie das Befahren mit Lastenfahrrädern in den Abschnitten in denen Radverkehr zugelassen ist, also in den Querstraßen zur Kirchgasse. 

Je nach Ausführung können die hochgefahrenen Poller auch schwere, schnell fahrende LKW mit zerstörerischen Absichten aufhalten. Diese „Terror-Abwehrpoller“ sind beispielsweise für den Standort an der Kirchgasse/Rheinstraße vorgesehen.

In einer Leitzentrale laufen alle Informationen über die Pollerbewegungen zusammen, Störungsmeldungen werden weitergeleitet und Zufahrtsberechtigungen vergeben und verwaltet.

Das Pilotprojekt an drei Standorten – Klingholzstraße/Bahnhofsplatz, Kirchgasse/Rheinstraße und Coulinstraße/Michelsberg - soll Erkenntnisse über Steuerungsmöglichkeiten und Pollertechnik bringen, um einen Rollout an über 30 Standorten vorzubereiten. 

Standorte Poller Pilotprojekt

Standorte Pilotprojekt Poller

Zeitplan

Zeitplan Pilotprojekt Poller

Poller- und Steuerungstechnik

Ziel des Pilotprojektes ist es, ein optimales Zusammenspiel von Pollern, Steuerungs- und Bedienelementen und Bedienern zu erproben und für einen Rollout zu etablieren. Die finanziellen Mittel für einen Rollout, also eine Einrichtung an mehreren Stellen im Bereich der Fußgängerzone, stehen noch nicht zur Verfügung. 

Automatische Poller haben den Vorteil, dass sie bei Bedarf schnell und ohne körperlichen Einsatz im Boden versenkt und ebenso schnell wieder ausgefahren werden können. So kann temporär problemlos einzelnen Fahrzeugen die Zufahrt gewährt, die Durchfahrt ansonst aber wirksam verhindert werden. Automatische Poller gibt es, je nach Schutzbedarf und Nutzungsfrequenz, in unterschiedlichen Ausführungen. Hochsicherheitspoller können sogar schwere LKW mit hoher Anfahrtsgeschwindigkeit aufhalten. 

Individuell konfigurierbare Steuerungskonzepte gewährleisten dabei eine bedarfsgerechte Zufahrtskontrolllösung. Die Steuerung kann mit Bedienelementen (wie. z. B. Codetaster) und / oder weiteren Anschlusseinheiten, z. B. für Induktionsschleifen, erweitert werden.


Eine Übersicht zum Projekt finden Sie auch im Flyer, der hier zum Download zur Verfügung steht.


Kontakt:

Landeshauptstadt Wiesbaden
Tiefbau- und Vermessungsamt

Telefon: 0611 31-2782
Mail: 66.grossprojekte@wiesbaden.de